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Mit einem Chip gegen Foodwaste

Ein Sensor auf Lebensmittel-Verpackungen soll das Haltbarkeitsdatum ablösen.

Rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel landet laut Schätzungen nicht auf dem Teller, sondern im Abfall. In der Schweiz sind das jährlich 300 Kilogramm – pro Person. Forschung und Politik zerbrechen sich seit Jahren den Kopf darüber, wie das Foodwaste-Problem eingedämmt werden kann. 

Eine Firma in Frankreich will nun die Lösung für das Problem gefunden haben: Sie hat eine intelligente Vignette entwickelt, die die Farbe ändert, sobald ein Produkt nicht mehr geniessbar ist. Zehn Jahre hat das Unternehmen Cryolog nach eigenen Angaben an der Technologie getüftelt.

Und so funktioniert's: Der wärmesensible Sensor wird auf ein Produkt geklebt. Er überwacht mithilfe von Mikroorganismen, ob das Produkt richtig gelagert und gekühlt wird. So soll er Unterbrüche in der Kühlkette erfassen können und so zuverlässig berechnen, wann ein Lebensmittel abgelaufen ist. Dann ändert die Vignette ihre Farbe von Grün auf Rot. 

Dies sei viel zuverlässiger als das Haltbarkeitsdatum auf den Verpackungen, so die Firma. Wie die französische Ausgabe der Zeitung 20 Minuten berichtet, will die Supermarkt-Kette Franprix schon bald auf die Technologie setzen und die Produkte, die im Heimliefer-Service verkauft werden, mit dem Chip versehen. 

 
 

Quelle: watson.ch 20.10.2017

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