Foto: Keystone / Audio: Keystone

Muri

Tote Jungstörche nach Unwetter

Zwei Gewitterfronten führten am Abend und in der Nacht zu diversen Feuerwehreinsätzen. Zwei Jungstörche fielen dem Unwetter zum Opfer.

Rund 30 Meldungen sind in der Nacht bei der Kantonspolizei Aargau eingegangen. Das sagt Sprecher Bernhard Graser gegenüber Radio Argovia. Diese Anzahl Meldungen bei so einer Gewitterfront bewegt sich im normalen Rahmen. Die Feuerwehr musste mehrmals ausrucken. "Entwurzelte Bäume, überflutete Keller und umgewindete Baustellen-Absperrungen. Das waren die Gründe für die meisten Einsätze", so Graser. Verletzt wurde bei den Unwettern niemand.

An der Aarauer Buchserstrasse ist Donnerstagabend ein Baum auf den Florahof gestürzt – am Freitagmorgen wird er mit Motorsägen zerlegt und mit einem Kran Stück für Stück entfernt.

Quelle: az Aargauer Zeitung

Drei Blitzeinschläge

Ausserdem hat der Blitz drei Mal eingeschlagen. Eine Scheune im Wynetal und ein Wohnhaus im Fricktal fingen dabei Feuer. Die Bränder konnten aber schnell gelöscht werden. Etwas weniger glücklich verlief der dritte Blitzeinschlag im Murimoos. Ein Storchennest ging in Brand auf, die beiden Jungtiere starben dabei.

"An den toten Tieren fanden wir keine Brandspuren", erklärt Augustin Gavilan, Storchenvater im Murimoos. "Wir gehen davon aus, dass die Tiere beim Einschlag erschrocken sind und aus dem Nest sprangen. Da die Jungstörche noch nicht fliegen konnten, fielen sie zu boden."

Keine weiteren Opfer

Ein Elterntier sei bisher wieder zurückgekehrt, das andere werde noch vermisst, so Gavilan weiter. Andere Jungstörche kamen beim Unwetter nicht ums Leben und es wurden auch keine weiteren verletzten Tiere gesichtet. Gavilan hofft, dass das zweite Elterntier sobald wie möglich gefunden werden kann.

Quelle: Radio Argovia / Tim Eppler 16.6.2017

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