Krähen werden zum Problem
Villmergen

So ein (Krähen-)Sch***!

Über 100 Nester haben Krähen in einem Wald nahe dem Industriegebiet in Villmergen gebaut. Doch die Angestellten einer Firma haben keine Freude an den Federviechern. Im Gegenteil: Die Vögel verkoten die Autos massiv. So sehr, dass sich die Firma an die Gemeinde gewendet hat.

Die Angestellten der Niwotron AG in Villmergen haben es momentan nicht einfach: «Sie kommen am Morgen mit einem schön sauberen Auto, am Mittag ist es von hinten bis vorne verkotet, so dass sie unbedingt in die Waschanlage müssen, und am Abend, wenn sie Feierabend haben, ist es schon wieder so weit»sagt Geschäftsführer Peter Bühler zu Radio Argovia.

Der Kanton empfahl der Gemeinde, die Krähen abschiessen zu lassen. Doch so einfach lässt sich das Problem laut Daniel Wehrli, Präsdident der Jagdgesellschaft Villmergen-Hilfikon nicht lösen.

Erstens sei gerade Brütezeit - während dieser Zeit sind die Vögel geschützt. Zweitens würden die Schiessprofile auf dem Industrie-Areal wieder herunterfallen - was auch nicht ideal sei. Ausserdem würden neue Krähen kommen und sich an der selben Stelle niederlassen.

Gesucht ist also eine nachhaltigere Lösung. Daniel Wehrli will die Bäume am liebsten fällen, so dass die Krähen weiter hinten im Wald nisten. Das Problem: «Das Wäldchen hat einen gewissen Schutzstatus beim Kanton». Deshalb muss die Gemeinde Villmergen gemeinsam mit dem Kanton eine Lösung finden. Es ist also noch unklar, ab wann die Angestellten der Niwotron AG nicht mehr jeden Tag ihr Auto waschen müssen.

Michael Wettstein / Zoë Dolfi