Aargauer Landeskirchen spannen bei Seelsorge zusammen
Aargau

Reformierte und katholische Landeskirche führen Seelsorge neu gemeinsam

Vertreter der beiden Landeskirchen des Kantons Aargau haben heute eine entsprechende Zusammenarbeits-Vereinbarung unterzeichnet. Damit stellen sie die kirchliche Seelsorge in Aargauer Gesundheits-Institutionen auf eine neue Grundlage.

Am Montag haben die Präsidien der Römisch-Katholischen Kirche und der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau sowie der Bischofsvikar der Bistumsregion St. Urs des Bistums Basel den Zusammenarbeitsvertrag «über die ökumenisch verantwortete Seelsorge in Institutionen des Gesundheitswesens im Kanton Aargau» unterzeichnet.

Kirchliche Seelsorge wird heute an 25 kantonalen oder überregionalen Institutionen im Kanton Aargau angeboten. Die Landeskirchen finanzieren 30 Seelsorgende mit aktuell 1800 Stellenprozenten (ca. drei Millionen Franken pro Jahr). Die «ökumenisch verantwortete Seelsorge» stellt diese Dienstleistung auf eine neue Grundlage. Dadurch sollen mehr belastete Menschen zuverlässig seelsorgliche Unterstützung erhalten. Zudem stärkt sie die Wahrnehmung des gesamtgesellschaftlichen Engagements der Kirchen auch im Gesundheitswesen. In Institutionen ab 150 Betten werden institutionelle Seelsorgestellen gemeinsam geführt, die von reformierten oder römisch-katholischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern besetzt werden. Sie wirken neu im Namen und Auftrag beider Konfessionen. Das ist ein historischer Meilenstein in der ökumenischen Zusammenarbeit der beiden Landeskirchen und in dieser Form einzigartig in der Schweiz.