Foto: Keystone / Sigi Tischler / Audio: Keystone

Luzern

Pendler müssen auf Taxi & Co. ausweichen

Weil der Betrieb am Bahnhof Luzern seit Mittwoch Nachmittag stillsteht, haben andere Transportunternehmen alle Hände voll zu tun.

Die Zugentgleisung im Bahnhof Luzern hat Auswirkungen auf zehntausende Pendler: Sie alle müssen wie jeden Tag irgendwie von A nach B reisen - allerdings per Taxi, Mobility Carsharing, Bus usw.. Diese Unternehmen können den Pendleransturm nur mit viel Zusatzaufwand bewältigen, wie eine Umfrage von Radio Argovia zeigt.

Bei der Taxizentrale Luzern läutet das Telefon seit gestern Nachmittag ununterbrochen, erzählt Monika Baumgartner, die seit fast 3 Jahrzehnten das Unternehmen leitet. Alle wollten ein Taxi, aber «Heute Morgen war ein Durchkommen unmöglich. Eine Katastrophe. Überall war Stau». Sie musste sogar Aufträge an die Konkurrenz weiterreichen. Über die aussergewöhnlich vielen Aufträge und das Trinkgeld würden sich die Chauffeure aber freuen.

Auch beim Carsharing-Betreiber Mobility war wegen der vielen Zugausfälle in Luzern viel los, bestätigt Mediensprecher Patrick Eigenmann auf Anfrage von Radio Argovia. In den letzten fast 24 Stunden gingen rund 50 Prozent mehr Aufträge ein, als an einem normalen Tag.

Interview mit Passanten am Luzerner Bahnhof
Luzerner Bahnhof steht still. So reagieren die betroffenen Passanten.



Die meisten Pendler steigen aber auf den Bus um. Deshalb geht den Verkehrsbetrieben Luzern VBL die Arbeit nicht aus, sagt Mediensprecher Christian Bertschi. Fünf zusätzliche Busse sind in Betrieb, weshalb es auch mehr Personal braucht. «Damit die Fahrer genügend Ruhezeit haben, haben uns zwei pensionerte Chauffeure ausgeholfen, zwei Büro-Mitarbeiter, welche die Chauffeur-Prüfung haben, sind ebenfalls eingesprungen. Wir haben alles aufgeboten, was wir konnten.»

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