Aarau

Kampfansage von «meinstadion.ch» gegenüber HRS

Die Gruppierung «meinstadion.ch» verlangt, dass die Firma HRS Real Estate AG beim Stadionbau im Aarauer Torfeld Süd keine Verknüpfung mit rechtskräftig bewilligten Hochhäusern macht.

Genau 24 Stunden, nachdem HRS gestern ihr Vorgehen beim Stadionbau präsentiert hatten, erklärten die Initianten von «meinstadion.ch», dass man erfreut darüber sei, dass alle Projektbeteiligten die sofortige Realisierung des Fussballstadions als Pflicht anerkennen. Dazu sei positiv zu werten, dass die Variante Baurecht vom Tisch ist und Hochhäuser ohne Stadion kein Thema sind. Unklar bleibe jedoch, weshalb die HRS-Projektverantwortlichen den Stadionbau davon abhängig machen, ob für die geplanten Hochhäuser im Torfeld Süd rechtskräftige Baubewilligungen existieren. 

«Unrealistische Pläne»

Laut «meinstadion.ch» ist ein Baubeginn des Stadions Mitte 2019 unrealistisch, wenn innert 18 Monaten für vier Hochhäuser rechtskräftige Baubewilligungen vorliegen müssen, für deren Bau im heutigen Zeitpunkt noch gar keine bau- und zonenplanrechtlichen Grundlagen bestehen. «meinstadion.ch» hält daher an ihrer Forderung fest: Auf eine solche Verknüpfung müsse verzichtet werden. Mit dieser Verzögerung drohe das «Worst-Case Szenario», dass die Stadt Aarau nach 25 Jahren endlich ein Fussballstadion hat, es aber keinen Fussball-Club mehr gibt, der darin ein Eröffnungsspiel bestreiten könnte. 

Stadion-Knatsch zwischen HRS und «meinstadion.ch»
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Stadion schon zur Hälfte ausverkauft

Im Kampf um ein neues Fussballstadion in Aarau ist die Gruppe «meinstadion.ch» innerhalb eines guten Monats zu einer Macht geworden. Über eine Million Franken sind bislang aus dem Portemonnaie von 4'614 Personen gesammelt worden. Sie alle erhalten dereinst für das Eröffnungsspiel im neuen Stadion ein Gratisticket. Das Stadion im Torfeld Süd ist also für diesen Anlass bereits zur Hälfte ausverkauft. 

 

Roland Kündig

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