Foto: NABU / Danel Solabarrieta / Audio: NABU / Danel Solabarrieta

Schweiz

Fremde Hornissen bedrohen einheimische Bienen

Im Kanton Jura wurde Ende April zum ersten Mal eine Asiatischen Hornisse gefangen. Die eingeschleppte Art frisst viele nützliche Insekten wie Honigbienen.

Seit sie 2004 zum ersten Mal in Europa im Südwesten Frankreichs auftauchte, breitet sich die Asiatische Hornisse immer weiter aus. Im vergangenen Herbst wurden Exemplare nur 20 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt entdeckt. Dieses Jahr ist sie nun auch in der Schweiz angekommen: In der Gemeinde Fregiécourt im Kanton Jura wurde eine fortpflanzungsfähige Königin gefangen, wie der Verband der Schweizerischen Bienenzüchtervereine mitteilt. Für die Bevölkerung sei die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als ihre europäische Verwandte. Gefahr bestehe nur für Allergiker.

«Die asiatische Hornisse ist eine zusätzliche Bedrohung für die Bienen», sagt Andreas König, der höchste Bienenzüchter im Aargau, zu Radio Argovia. König ist eher pessimistisch, dass man eine Ausbreitung der asiatischen Hornisse in der Schweiz verhindern kann. Beim Kanton Aargau heisst es bei der zuständigen Stelle auf Anfrage: «Wir behalten die Situation im Auge, aber im Moment gibt es noch keinen Handlungsbedarf».

Quelle: SDA / Christoph Wasser 10.5.2017

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