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Fledermaus mit Tollwut beisst Helfer

Interview Kantonstierärztin Erika Wunderlin
Schweiz

Fledermaus mit Tollwut beisst Helfer

Eine Person im Kanton Neuenburg ist von einer Fledermaus gebissen worden, die den Tollwuterreger in sich trug. Das ist das erste Mal seit 15 Jahren, dass in der Schweiz eine Fledermaus mit Tollwut entdeckt worden ist.

Die Person hatte vor rund einer Woche auf dem Trottoir eine schwache und verwirrte Fledermaus entdeckt. Als sie das Tier bei Einbruch der Dunkelheit wieder freilassen wollte, biss die Fledermaus die Person in den Finger und starb darauf. Dies teilte der Kanton Neuenburg heute mit. Weil der Biss ziemlich tief war, suchte die Person das Spital in Neuenburg auf. Dort wurde sie präventiv gegen Tollwut behandelt. Die Analysen der Schweizerischen Tollwutzentrale in Bern ergaben im Nachhinein, dass die Fledermaus in der Tat das Virus in sich trug.

Warnung der Behörden

Die Aargauer Kantonstierärztin Erika Wunderlin warnt davor, ein Tier, das krank oder verletzt ist, zu berühren. In einem solchen Fall müssten die Behörden kontaktiert werden. Der Tollwut-Fund in Neuenburg sei speziell, aber nicht alarmierend. Wunderlin geht davon aus, dass der Fall in Neuenburg ein Einzelfall bleibt. «Die Fledermaus-Tollwut überträgt sich nur sehr schwer auf andere Tiere.»

Christoph Wasser
Quelle: sda / Radio Argovia
veröffentlicht: 7. August 2017 17:30
aktualisiert: 7. August 2017 17:32
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