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Aargau

Militärmusikant spielt falsch und wird gebüsst

Ein Aargauer Militärmusikant hat bei einem Auftritt in Landquart den Solo-Einsatz verpasst. Die Reaktion der Vorgesetzten kam postwendend.

Christian Carisch ist passionierter Schlagzeuger. In seinem WK-Einsatz in der Militärmusik hatte er dann auch ein Einsatz an den Becken. Beim Solo-Einsatz setzte er einen Takt zu spät ein. Dies ist die ganze Geschichte. Verblüffend: Wenig später erfolgte eine Disziplinarstrafverfügung, die der Aargauer Zeitung vorliegt. Der Militärmusikant wird gebüsst, weil er das Musikstück verfälscht hat. 

WG-Kollege startet Kampagne

Kollege und WG-Mitbewohner Nico Breuninger brachte nun die Geschichte an die Öffentlichkeit. Mit Erfolg. Sein Video, wo er die Geschichte rund um den Militärmusikanten schildert, geht derzeit viral. 

Der Aarauer Singer/Songwriter Breuninger will explizit keine Kampagne gegen die Armee, erklärte er im Argovia-Interview. Er sei selbst im Militär gewesen und habe auch positive Sachen erlebt. Vielmehr wolle er auf diese spezifische Geschichte hinweisen und die Leute zum Nachdenken anregen.

Armee ging von Absprache aus

Inzwischen erklärte Armeesprecher Daniel Reist gegenüber Radio Argovia, man hätte Grund zur Annahme gehabt, dass eine Absprache getroffen wurde. Dies weil es bei drei verschiedenen Auftritten zum genau gleichen Fehler kam. Dieser Verdacht konnte aber nicht erhärtet werden.

Armeesprecher Daniel Reist im Interview
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Leidtragender bleibt der Aargauer Militärmusikant. Dies weil er der einzige war, der noch im Dienst war.  

Stephan Weber

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