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So wollen die Schweden das Einsamkeitsproblem lösen

Ein Dach, zwei Generationen. So will ein schwedisches Start-Up Unternehmen gegen die Vereinsamung im Alter und die Wohnungsnot gleichzeitig kämpfen.

«Ein Dacht, zwei Generationen» – unter diesem Motto will ein schwedisches Start-Up gleich zwei Fliegen auf eine Klappe schlagen: Die Vereinsamung im Alter und die Wohnungsnot in urbanen Gebieten. Die Idee ist nicht neu: Junge sollen mit Alten zusammenleben; für erstere bedeute das günstiger Wohnraum, für letztere ein bisschen Unterhaltung und Abwechslung im Alltag, der von lähmender Routine geprägt sein kann.

Neu ist, dass professionelle Rahmenbedingungen zur Vermittlung von Interessierten geschaffen werden. Nachdem man einen Mitgliederbeitrag entrichtet hat, sucht die Plattform einen geeigneten Wohnpartner anhand der gemeinsamen Präferenzen und Bedürfnisse. Schliesslich treffen und beschnuppern sich die potentiellen Mitbewohner.

Neben dem Mietzins verlangen die Plattformbetreiber eine Servicegebühr in der Höhe von 2.5 Prozent sowohl von Jungen als auch von Alten. Dafür kommt die Generationen-WG in den Genuss von verschiedenen Dienstleistungen, zum Beispiel eine Rund-um-die-Uhr-Beratungsstelle.
Die Idee dazu kam Mitgründerin Åsa Minoz vor zehn Jahren in Paris. Eine Hitzewelle hielt die Grossstadt damals in Atem – und sorgte bei der älteren Bevölkerung für erhebliche Probleme. Gleichzeitig wurde sich Minoz bewusst, wie viele ältere Menschen alleine lebten. 

Was für Frankreich gilt, gilt noch mehr für das skandinavische Land. «Schweden hat die einsamste Bevölkerung der Welt», sagt Ann Edberg, die zusammen mit Minoz hinter dem Projekt steht in einem Zeitungsbericht. Gemäss Zahlen des statistischen Amts sind von insgesamt 4.3 Millionen Haushalten mehr als 40 Prozent oder 1.7 Millionen Haushalte von nur einer Person bewohnt. Zum Vergleich: In der Schweiz waren Ende 2016 1.25 Millionen Haushalte von nur einer Person bewohnt.

Quelle: watson.ch 6.10.2017

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