Reisewelten

Kurztrip nach Israel – pulsierendes Tel Aviv und historisches Jerusalem

Über Israel hört, liest und diskutiert man viel. Doch wie ist es effektiv als Besucher dort zu sein, wie leben die Leute dort und wie ist der Puls der beiden bekanntesten Städte Tel Aviv und Jerusalem?

Um das herauszufinden durfte ich mit dem Reiseveranstalter Kuoni nach Israel. Für einen Kurztrip oder wie es unser israelische Reiseführer Itzik nannte: eine «Israel Degustation».

Am einfachsten kommt man von Zürich aus mit der Swiss oder El Al nach Tel Aviv. Der Flug dauert rund 4 Stunden. Bei der Einreise muss man sich meist auf noch ausgiebigere Befragungen einstellen als man sie vielleicht schon von Flügen in die USA kennt. Wer in seinem Pass Einreisestempel beispielsweise aus arabischen Staaten hat, der muss möglicherweise noch mehr Zeit einberechnen. Bei unserer Reisegruppe geht das zum Glück aber alles recht schnell – dank einem gebuchten VIP-Service. Direkt auf dem Rollfeld werden wir abgeholt und können den Flughafen direkt bei der Passkontrolle wieder betreten. Ein Luxus, den man sich laut Kuoni auch als Privatreisender gönnen kann, wenn man denn will.

Vom Flughafen geht es für uns direkt ins Hotel in Tel Aviv. Das Boutique Hotel Tal by the Beach liegt, wie es der Name schon sagt, fast direkt am langen Strand von Tel Aviv. Zudem ist auch der Hafen nicht weit, wo man verschiedene leckere Restaurants findet.

Jerusalem schmecken und entdecken

Am Morgen nach unserer Ankunft machen wir uns auf nach Jerusalem. Die Fahrt dauert rund 75 Minuten mit dem Bus. Seit März gibt es aber auch eine schnelle, neue Zugverbindung. Noch 28 Minuten dauert dann die Fahrt zwischen den beiden Städten. Bevor wir in die Altstadt von Jerusalem eintauchen, besuchen wir noch einen Markt. Der Mahane Yehuda Markt ist einer der bekanntesten Lebensmittelmärkte Israels. Riechen, Hören, Sehen und da und dort auch ein bisschen Schmecken der vielfältigen orientalischen Köstlichkeiten ist angesagt. Ein farbenfrohes und lebendiges Spektakel, dass man sich nicht entgehen lassen darf.

Gut genährt sind wir bereit für den Kern der Herzensstadt von Christen, Juden und Muslimen: Die Altstadt von Jerusalem. Einen wunderbaren Blick von aussen auf die Stadt hat man vom Ölberg gegenüber. Es lohnt sich einen Abstecher zu machen um dort kurz inne zu halten, den Blick über die geschichtsträchtige Stadt schweifen zu lassen und das eine oder andere Foto zu knipsen. Dann geht es los: Über eines der vielen Stadttore betreten wir die Altstadt von Jerusalem und landen auf der Via Dolorosa.

Die Reportage aus Jerusalem
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Die Via Dolorosa ist ein nach dem Leidensweg Jesu von Nazareths benannter Prozessionsweg. Unsere Ziele sind die Grabeskirche, eines der grössten Heiligtümer des Christentums, und natürlich auch die Klagemauer. Dort können wir an diesem Freitag gläubige Juden bei den Vorbereitungen zum Shabbat-Gebet beobachten. Die Stimmung beim Eindunkeln, mit der beleuchteten, goldenen Kuppel des Felsendoms ist mystisch und speziell zugleich. Dank unserem Reiseführer Itzik erfahren wir auf all unseren Stopps in den verschiedenen Vierteln der Stadt immer wieder neue spannende Details und Hintergründe. Nach sechs Stunden geballter Jerusalem-Eindrücke geht es dann wieder zurück nach Tel Aviv.

Gegensätze im pulsierenden Tel Aviv

Nach dem historischen Jerusalem gilt es heute das im Vergleich junge Tel Aviv zu entdecken. Bzw. so jung fängt unser Tag nicht an: Wir fahren zuallererst nach Jaffa. Die Altstadt von Jaffa ist der älteste Teil von Tel Aviv, eine alte Hafenstadt die auf einem Hügel liegt und wo sich in verwinkelten Gassen Galerie an Galerie reiht. Zuoberst auf dem Jaffa Hügel hat man eine wunderbare Aussicht auf die Skyline von Tel Aviv.

Die Reportage aus Tel Aviv
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Anschliessend führt uns unsere Erkundungstour zum Rothschild Boulevard. Er ist quasi die Hauptschlagader Tel Avivs und zieht sich mit einer breiten grünen Allee durch die Stadt. Immer wieder sieht man dem Boulevard entlang auch Gebäude im Bauhausstil, der in Tel Aviv allgegenwärtig ist.

Im Gründerviertel Neve Tzedek wird es dann hip: Neve Tzedek ist das In-Viertel. Ein Trendviertel, wo sich exklusive Designerläden, vegane Eisdielen und hippe Kaffees aneinanderreihen. Ein Viertel wo sich die jüngeren Treffen und nach einer langen Partynacht (Tel Aviv ist weltweit bekannt und berüchtigt für seine Party-Szene) ihren Detox-Antioxidanten-Smoothie schlürfen um wieder zu Kräften zu kommen.

Ausklingen lassen wir diesen Tag am Strand von Tel Aviv. Auch wenn man dort eigentlich gut auch einen ganzen Tag verbringen könnte. Mindestens. Denn es gibt auf den insgesamt 14 Kilometern voll mit verschiedenen Stränden (Hundestrand, Schwulenstrand, Familienstrand, religiöser Strand etc.) und entlang der Strandpromenade viel zu sehen. Alleine den gefühlt hunderten Surfern die sich nach Schule und Arbeit in die Wellen werfen könnte ich jedenfalls stundenlang zusehen.

Kulinarisches Schlaraffenland

Das einzige, was aus meiner Sicht noch spannender ist, als das Treiben am Strand und der Strandpromenade von Tel Aviv zu beobachten, ist das Essen in Israel. So unglaublich vielfältig und abwechslungsreich, dass man fast nicht genug davon kriegt. Die israelische Küche mit Hummus, Salaten, gegrilltem Gemüse, Sesam, Oliven, Teigtaschen und noch vielem mehr hat mich definitiv angefixt und ist mitunter einer von vielen Gründen, warum ich eines Tages unbedingt nochmals nach Israel reisen will.

Diese Reise erfolgte auf Einladung von Kuoni.

Iris Ungricht

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