Narziss und Goldmund
Kinotipp von Alex Oberholzer

«Narziss und Goldmund»

Der österreichische Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky verfilmte den zu Lebzeiten erfolgreichsten und in den Schulen am häufigsten behandelten Roman von Hermann Hesse.

Es geht in diesem Werk Hesses um den Kampf Kunst gegen Glauben. Personifiziert wird dieser Kampf durch den asketischen, tiefreligiösen Novizen und späteren Abt Narziss und den sinnlichen, lebenshungrigen Bildhauer Goldmund. Sabin Tambrea und Jannis Niewöhner verkörpern diese zwischen Gegensätzlichkeit und Anziehung oszillierende Freundschaft absolut überzeugend. Ein in mittelalterlicher Kulisse inszenierter Augenschmaus mit Krieg, Elend und Pest. Und einer Freundschaft voller Hindernisse. Die Dialoge verlaufen nahe dem Originaltext und sind doch erstaunlich modern. Nur die grossen Gefühle lodern zuweilen nahe beim Kitsch.

Unser Kinoexperte Alex Oberholzer gibt 4 von 5 Sternen.