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Fritigsshow

Freitag, der 13.

Wie abergläubisch sind die Aargauer?

Nur zweimal fällt der Dreizehnte des Monats dieses Jahr auf einen Freitag. Obwohl der Freitag, der 13. als Unglückstag gilt, behaupten die meisten Menschen, sie seien nicht abergläubisch. Doch stimmt das wirklich? 

Die Nummer 13 wird gemieden

Im neu gebauten Aparthotel Baden wird jedenfalls schon mal auf ein Gästezimmer mit der Nummer 13 verzichtet. Hotelleitern Raffaela Gantenbein meinte im Argovia Interview, dass von Anfang an klar gewesen sei, die Dreizehn zu überspringen. Das kenne man ja von anderen Hotels oder inexistenten Flugzeugsitzplätzen mit der vermeintlichen Unglückszahl.

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Die Ehe hält trotzdem oder genau deswegen

Drei Hochzeiten werden am Freitag, 13. Oktober 2017 in Baden stattfinden, bestätigt Albert Conrad, Leiter des Zivilstandskreises Baden. Das sei normaler Durchschnitt im Oktober. Der Freitag an sich sei ein zu beliebter Tag um zu Heiraten, da würde auch am 13. keine Ausnahme gemacht.

Keine OP bei Vollmond oder am Dreizehnten

Das Kantonsspital Aarau lässt sich nur sehr eingeschränkt vom Aberglaube beirren. Es gäbe in allen Häusern Patientenzimmer mit der Nummer 13, meint der stellvertretende Mediensprecher Ralph Schröder. In seiner Recherche zum Thema war Schröder aber erstaunt, dass hingegen auf ein Haus 13 verzichtet wurde.
Natürlich kann an einem vermeintlichen Unglückstag nicht auf Operationen verzichtet werden. Selten gebe es aber schon Patienten, die bei Vollmond oder am Freitag den 13. nicht operiert werden möchten. Sofern es eine geplante OP sei, könne man darauf auch Rücksicht nehmen.

Zieht Aberglaube Unglück an?

Wenn man stetig daran denkt, dass am Unglückstag etwas Schreckliches passieren kann, zieht man das Unglück doch regelrecht an. Auch dieser Mythos wird vom KSA-Sprecher Schröder entschärft: «Laut Statistik zählen wir nicht mehr Einlieferungen im Notfall am Freitag den 13. wie sonst auch».
Ebenso zeigt eine Auswertung der «Zürich Versicherung», dass an Freitagen, die auf den 13. eines Monats fallen, weniger Schadensfälle verzeichnet werden als an allen anderen Freitagen im Jahr. Die geringere oder gleichbleibende Zahl von Unfällen an Freitagen den 13. im Vergleich mit anderen Freitagen könnte an einer verstärkten Vorsicht zur Unfallvermeidung liegen.

Freitag der 13.

Woher dieser Aberglaube kommt, dafür hat der römisch-katholische Pfarrer in Aarau, Adrian Bolzern, eine Vermutung: «Der Freitag ist negativ belastet, da Jesus am Karfreitag gekreuzigt wurde. Zwölf ist eine heilige Zahl: zwölf Jünger, zwölf Stämme Israels. Dreizehn ist sozusagen, zu viel des Guten, und wird deshalb negativ konnotiert.»

Marius Füglister

Quelle: az Aargauer Zeitung / Wikipedia / Radio Argovia 11.10.2017

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