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iPhone-Akku massiv vergünstigt

Apple sagt «Sorry» und versucht mit einem späten «Weihnachtsgeschenk», erzürnte Kunden zu besänftigen. iPhone-User erhalten einen neuen Akku massiv vergünstigt. Das müsst ihr wissen:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Apple hat einen ausführlichen Entschuldigungsbrief an seine Kunden veröffentlicht und eine Entschädigung für die Besitzer von älteren iPhones angekündigt.
  • Der Preis für den Ersatz eines iPhone-Akkus ausserhalb der Garantiezeit wird um 50 US-Dollar reduziert – von 79 auf 29 Dollar.
  • Die Akku-Austausch-Aktion beginnt Ende Januar und soll weltweit verfügbar sein bis Dezember 2018.
  • Bezugsberechtigt seien alle Kunden, die ein iPhone 6 oder höher besitzen, dessen Batterie ersetzt werden muss. Details sollen «bald auf apple.com» publiziert werden.
  • Der Grund: Apple verlangsamt ältere iPhones per Software-Update, um eine unregelmässige Akkuleistung auszugleichen und unerwartetes Abschalten zu verhindern.
  • Ein neues Support-Dokument erklärt die Details.
  • Apple will ausserdem weitere Informationen zum Akkuzustand zu iOS hinzufügen, damit die Benutzer wissen, wann der Akku anfängt, die Leistung zu beeinträchtigen. Dies soll mit einem Software-Update «früh» im neuen Jahr erfolgen.
  • iPhone-User können die Akkuleistung mit der (nicht von Apple stammenden) Gratis-App Battery Life überprüfen. Der iPhone-Akku bietet laut Hersteller nach 500 vollen Ladezyklen noch bis zu 80 Prozent der Originalkapazität.

Nach der Aufregung um die gedrosselte Leistung von iPhones mit abgenutzten Akkus hat sich Apple bei den Nutzern entschuldigt und macht den Akku-Wechsel deutlich günstiger. Zugleich versichert der Konzern in einer Mitteilung an die Kunden, dass man «niemals» das Erlebnis der Nutzer absichtlich verschlechtern würde, um neue Geräte zu verkaufen.

Apple-Chef Tim Cook
Apple-Chef Tim Cook

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In den USA werde ein nötiger Akkuwechsel ausserhalb der Garantiezeit beim iPhone 6 und späteren Modellen bis Ende kommenden Jahres 29 statt 79 Dollar kosten, kündigte Apple am Donnerstag an. Preise für Europa gab es zunächst nicht.

Es dürfte die gleiche Preisreduktion (50 Franken) sein, kostet doch auch hierzulande der Akku-Ersatz bei iPhones (ausserhalb der Garantiezeit) 79 Franken.

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Die PR-Aktion dürfte Apple eine Stange Geld kosten. Bei hunderten Millionen iPhones im Umlauf könnte ein Betrag in mehrstelliger Milliardenhöhe anfallen. Wobei das Unternehmen noch nicht im Detail verraten hat, nach welchen Kriterien Geräte bestimmt werden, die für den Akku-Austausch zugelassen sind.

Die Kontroverse war aufgeflammt, nachdem Messwerte gezeigt hatten, dass bei iPhones mit altem Akku die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war, während sie nach einem Akkuwechsel auf normales Niveau zurückkehrte.

Apple bestritt die Messergebnisse nicht und verwies auf Massnahmen zur Regelung des Spitzen-Stromverbrauchs bei abgenutzten Akkus. Die Spitzen-Strombelastung werde bei Bedarf «geglättet», um eine plötzliche Abschaltung zu verhindern, teilte der Konzern vergangene Woche mit. Dies passiere nur bei Kälte, niedriger Batterieladung oder abgenutzten Akkus. Ziel sei, dass die Geräte stabil laufen.

Die Massnahme wurde im Februar mit einem Software-Update für die iPhone-Modelle 6, 6s und SE eingeführt und im Herbst auch auf das iPhone 7 ausgeweitet. Eine sichtbare Folge für die Nutzer könne sein, dass Apps langsamer starteten, erklärte Apple.

In den vergangenen Tagen wurden mehrere Verbraucherklagen gegen den Konzern vor allem in den USA eingereicht. Die Kläger argumentieren, dass ein Batteriewechsel viel günstiger sei als der Kauf eines neuen Geräts. Apple habe jedoch die Kunden nicht auf diesen Weg hingewiesen, ihr iPhone schneller zu machen.

Apple kündigt Verbesserungen bei der iPhone-Software an

Apple kündigte nun an, als weitere Massnahme solle es Anfang kommenden Jahres ein Update des Mobil-Betriebssystems iOS geben, das Nutzern mehr Informationen über den Zustand ihrer iPhone-Batterie geben werde.

«Wir haben nie irgendetwas unternommen, was künstlich die Lebensdauer von irgendeinem Apple-Produkt verkürzt oder das Nutzererlebnis verschlechtert, um Upgrades anzukurbeln - und würden dies auch niemals tun.» Batterien alterten grundsätzlich, und bestimmte Umstände wie eine heisse Umgebung könnten diesen Prozess noch beschleunigen.

In diesem Herbst hätten Beschwerden über langsamer werdende iPhones zugenommen, erklärte Apple. Der Konzern habe dies zunächst aus Erfahrung auf die Installation einer neuen Version des iOS-Systems sowie darin zunächst enthaltene Fehler zurückgeführt. Jetzt glaube Apple, dass dazu auch die chemische Alterung der Batterien in älteren Geräten der Modelle 6 und 6s beigetragen habe.

Quelle: watson.ch 4.1.2018

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