Irma trifft auf die Dominikanische Republik und Haiti
Karibik

Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde

Hurrikan «Irma» hat nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) in Genf mindestens zwei Rekorde gebrochen.

Mit einer über mehr als 37 Stunden ununterbrochenen Windgeschwindigkeit von 300 Kilometern in der Stunde sei «Irma» weltweit der am längsten wütende Hurrikan gewesen, mindestens seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang des letzten Jahrhunderts, sagte eine WMO-Sprecherin am Freitag in Genf.

Den Rekord hielt bislang Zyklon «Haiyan», der 2013 auf den Philippinen mehr als 24 Stunden mit Topgeschwindigkeiten wirbelte und mehr als 6000 Menschenleben forderte. Hurrikan, Zyklon und Taifun sind je nach Weltregion verschiedene Bezeichnungen für dasselbe Wettersystem.

Im Atlantik (ausgenommen Karibik und Golf von Mexiko) sei «Irma» nach Windgeschwindigkeit der bislang stärkste Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Dass dort drei Hurrikane gleichzeitig wirbeln - «Irma», «José» und «Katia» - sei zwar ungewöhnlich, aber nicht neu. So sei es auch 1967, 1980, 1995, 1998 und 2010 gewesen.

Es gebe keine Hinweise, dass der Klimawandel häufiger so schwere Stürme verursacht, sagte die Sprecherin. Allerdings legten Computersimulationen nahe, dass ein wärmeres Klima für stärkere Stürme sorge. Damit werde die Zahl der Hurrikane in den Kategorien 4 (Windgeschwindigkeiten bis zu 251 Kilometer in der Stunde) und 5 (mehr als 251 Kilometer in der Stunde) wahrscheinlich steigen.

Michael Kuhn
Quelle: sda