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Aargau

Pizza-Bestellung verursacht viel Ärger

Martin Stampfli aus Hunzenschwil wurde Opfer der fiesen «Call-ID-Spoofing»-Masche. Damit können Betrüger eine beliebige Telefonnummer übernehmen.

Am letzten Montagabend klingelte bei Martin Stampfli aus Hunzenschwil das Telefon: «Ihre 4 bestellten Pizzas sind jetzt abholbereit», sagt ein Pizzabäcker aus Brugg. Das Problem an der Sache: Martin Stampfli hat gar keine Pizzen bestellt. Die Pizzeria aus Brugg sieht das anders und sagt: «Kein Fehler, ihre Nummer steht auf meinem Display». Nach einem langen Gespräch mit dem Pizzabäcker wird klar, Martin Stampfli hat die 4 Pizzen wirklich nicht bestellt. «Ich würde sicher nicht aus Hunzenschwil eine Pizza in Brugg bestellen. Wenn ich eine Pizza essen will, gehe ich zur Pizzeria vis-à-vis», so Stampfli im Gespräch mit Radio Argovia. 

Fiese Masche bei Swisscom bekannt

Wie sich herausstellt, wurde Martin Stampfli zum Opfer von «Call-ID-Spoofing». Betrüger können durch eine illegale Software eine x-beliebige Telefonnummer übernehmen und damit als Absendernummer telefonieren. Beim Telekommunikationsanbieter Swisscom kennt man diese Masche: «Normalerweise wird sie im geschäftlichen Bereich angewendet», so Mediensprecherin Anina Merk. 

Michael Kuhn

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