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Baden

Nordportal Baden fällt Sparmassnahmen zum Opfer

Der Kulturbetrieb Nordportal Baden dürfte in seiner jetzigen Form nicht weitergeführt werden können. Die Subventionen werden gestrichen.

Am Dienstag 20. Juni wurde die Betreiberin des Nordportals - Kailua GmbH - zu einer Sitzung mit der Stadt Baden eingeladen. Die Hiobsbotschaft: Jegliche Subventionen der Stadt Baden für den Kulturbetrieb im Nordportal werden ab 2018 wegfallen. Mit Kürzungen war zu rechnen, erklärt Muriel Peterhans gegenüber Radio Argovia: «Aber nicht in diesem Ausmass.»  

«Dann muss es kommerzialisiert werden»

Konkret müssen in der Kulturabteilung 200'000 Franken eingespart werden. Neben dem Mieterlass fällt auch die Kulturförderung weg. Geschäftsführerin Muriel Peterhans: «Ein Kulturbetrieb ohne Förderung und Mieterlass ist nicht möglich. Einzig ein kommerzieller Betrieb wäre realistisch.»

Betreiberin Muriel Peterhans im Interview
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Harte Budget-Vorgaben

Bei der Stadt Baden ist man sich bewusst, dass es ein schmerzhafter Entscheid ist. Stadtammann Geri Müller im Argovia-Interview: «Wir haben harte Vorgaben bezüglich dem Budget erhalten und versuchen dies zu erreichen. Aber die Situation für den Betreiber ist hart. Dies ist uns bewusst».

Doch noch eine Lösung?

Die Betreiber des Nordportals wollen sich schon nächste Woche mit den anderen Kulturveranstaltern an einen Tisch setzen. «Wir haben eine grosse Solidarität gespürt», erklärte Geschäftsführerin Muriel Peterhans gegenüber Radio Argovia. «Wenn alle Kulturveranstalter ein wenig einsparen, könnte man das Nordportal vielleicht noch retten.»

Solidarität für Nordportal
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«Solidarität spürbar»

Sprachlos über den rigorosen Sparentscheid beim Nordportal war bei der gestrigen Information der Abteilung Kultur der Stadt Baden auch Susanne Slavicek. Auch die Präsidentin des Bluus Club Baden und Einwohnerrätin spürte eine Solidarität unter den rund 40 Institutionen, die regelmässig Kulturgelder der Stadt Baden erhalten. Es müsse doch noch eine andere Lösung geben, als das Nordportal zu opfern. Es sei wichtig, so Susanne Slavicek, dass sich nicht nur die Kulturschaffenden wehren, sondern auch die Besucher des Nordportals. 

  

Quelle: Radio Argovia / Stephan Weber 22.6.2017

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