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Schweiz

Muss die Challenge League umgekrempelt werden?

Nach dem freiwilligen Rückzug des FC Wohlen aus der Challenge League, werden erneut die strengen Auflagen der Liga kritisiert. Unter anderem meldet sich Felix Bingesser, Sportchef des «Blick» zu Wort - selber eingefleischter Wohler.

Der FC Wohlen hatte es letztes Jahr unter anderem nicht geschafft, eine von der Liga geforderte Flutlichtanlage zu installieren - und wurde dafür gebüsst.

Blick-Sportchef Felix Bingesser ist selbst in Wohlen aufgewachsen und hat sogar in jungen Jahren beim Verein gespielt. Er bedauert den freiwilligen Rückzug aus der Challenge League. 

Die strengen Auflagen der Swiss Football League seien nicht nur für den FC Wohlen schwer zu erfüllen. Seit man die Challenge League auf 10 Mannschaften reduziert hat, seien auch die Anforderungen an die Infrastruktur erhöht worden. Es gebe in der Schweiz aber nicht genügend Vereine, die in der Lage seien, diese Auflagen zu erfüllen und gleichzeitig finanziell gut da zu stehen.

Die Swiss Football League wehrt sich gegen Kritik: Erstens hätten die angehörigen Fussballvereine ein Mitsprache-Recht, so Football-League-CEO Claudius Schäfer im Argovia-Interview. Die Clubs könnten sich also gegen die Auflagen wehren. Zweitens seien die Änderungen mit einer Übergangsfrist in Kraft getreten - im Falle der Wohler Stadion-Beleuchtung hätten die Verantwortlichen beispielsweise 5 Jahre Zeit gehabt, um die Vorgabe umzusetzen. Die Frist sei jedoch abgelaufen.

Auch der Forderung nach einer erneuten Aufstockung der Challenge-League auf 14 Mannschaften und eine damit verbundene Lockerung der Auflagen, erteilt Schäfer eine Absage.

Eine Argovia-Umfrage bei den Wohlerinnen und Wohlern zeigt unterdessen: Nicht alle trauern um den Profi-Fussball im Freiamt

 

Umfrage FC Wohlen
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Michael Wettstein / Michel Kessler

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