Foto: Keystone

AKW Gösgen

«Das Verhältnis zwischen den Bundesbehörden und dem Kanton Solothurn ist belastet»

Das AKW Gösgen steht neu als Standort für einen Teil des Tiefenlagers zur Diskussion, obwohl Gösgen als Standort nie ein Thema war. Die Solothurner Regierung zeigt sich überrascht.

Seit letztem November ist bekannt, dass das Gebiet Jura-Südfuss nicht als Standort für ein mögliches Tiefenlager für radioaktive Abfälle in Frage kommt. Deshalb sind die Solothurner Behörden seit März aus allen entsprechenden Planungsgremien ausgestiegen. Dass die nationale Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) und das Bundesamt für Energie jetzt den Standort Gösgen für eine mögliche Verpackungsanlage von radioaktiven Material ausgewählt haben, kommt bei den Solothurner Behörden gar nicht gut an.

«Alle Fragen rund um nukleare Anlagen sind äusserst politisch. In diesem Umfeld solche Kehrtwendungen zu machen, ist sehr anspruchsvoll», sagt Bernardo Albisetti, Sekretär des Solothurner Baudepartements. Deshalb müsse die Situation jetzt dringend geklärt werden. Denn die entstandene Situation führe dazu, dass das Verhältnis zwischen den Behörden und der Solothurner Regierung angeschlagen sei, so Albisetti.

Oliver Varga

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