Schweiz

Cassis nach Twitter-Säuberung in der Kritik

Bundesrat Ignazio Cassis hat 90 Prozent seiner Tweets gelöscht. Grund dafür waren wohl undiplomatische Aussagen, die seiner neuen Rolle als Bundesrat nicht gerecht kämen.

Am 17. Dezember 2017 waren auf dem offiziellen Twitteraccount von Cassis noch 580 Tweets, mittlerweile sind es aber nur noch 43, wie der «Tages-Anzeiger» am Donnerstagabend berichtete. Unter den gelöschten Kurznachrichten waren unter anderem Aussagen wie: «Brexit, Grexit, Quitaly oder Endenemark? AdiEU everybody!» Seit Anfang November ist Cassis Schweizer Aussenminister. Zu seinen wichtigsten und umstrittensten Aufgaben zählt dabei das EU-Dossier. 


Nach Twitter folgt Facebook

Wie Cassis dem Tages-Anzeiger mitteilte, will er seine sozialen Netzwerke nur für offizielle Nachrichten des Departementsvorstehers weiterzuführen. Die früheren Tweets hätten nichts mit seiner neuen Funktion als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zu tun. Bald soll auch der Facebook-Account von Cassis einer solchen Säuberungsaktion unterzogen werden.

Stephan Weber

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