Leimbach

Happy End nach 1.-August-Knatsch

Der Ärger rund um die abgesagte 1.-August-Feier in Leimbach ist vorbei. Die Hauptakteure haben sich bei einem kühlen Bier versöhnt.

«Leimbach AG bläst wegen Bauer 1.-August-Feier ab» - mit dieser Schlagzeile sorgte der Blick am Morgen für mächtig Unruhe im 500-Seelen-Dorf im oberen Wynental. Die Geschichte: Bauer Markus Hunziker, der seit Jahren seine Wiese gratis für die Bundesfeier zur Verfügung stellt, verlangte dieses Jahr als Gegenleistung ein Gratisbier. Laut Blick Online ging der Gemeinderat nicht auf diese Forderung ein und sagte stattdessen die Bundesfeier ab.

«Shitstorm» gegen OK-Präsidentin

Die Geschichte wäre keine, wenn der Blick bei den Fakten geblieben wäre: Die Entscheidung über eine allfällige Entschädigung wird nämlich nicht vom Gemeinderat gefällt, sondern vom privaten Organisations-Komitee der Bundesfeier. Weil aber die OK-Präsidentin Janine Murer gleichzeitig Gemeindeammann von Leimbach ist, ergiesst sich nun seit Stunden ein veritabler «Shitstorm» über sie in den Blick-Online-Kommentaren und in persönlichen E-Mails.

Ende gut, alles gut

Erschrocken vom plötzlich aufkommenden Medienrummel in Leimbach fasste sich Janine Murer über Mittag ein Herz, schnappte sich zwei Flaschen Bier und stattete dem Hunziker einen Besuch ab. «Wir sind in Leimbach nicht nachtragend und können uns in die Augen schauen», so Murer. Die Versöhnung gelang. Dieses Jahr wird es in Leimbach zwar definitiv keine Bundesfeier geben, aber Markus Hunziker versprach auf Anfrage von Radio Argovia: «Ich werde mein Land für eine 1.-August-Feier im nächsten Jahr zur Verfügung stellen».

Urs Hofstetter

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