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Einwegplastik adiós!

Costa Rica will als weltweit erstes Land Einwegplastik verbieten. Damit soll ein Schritt gegen die Umweltverschmutzung getan werden.

Einwegplastik ist überall. Ob der Teller an einem Kindergeburtstag, der Cüplibecher beim Anstossen mit Prosecco oder die Gabel beim Grillieren im Park: All das wird nach dem einmaligen Gebrauch in den Müll geworfen.

Kaum ein anderes Produkt ist so unnachhaltig wie Einwegplastik. Es wird nur kurz gebraucht, kann dann aber hunderte Jahre in der Umwelt liegen und diese verschmutzen, ohne dass es zersetzt. Es schädigt Natur und Tiere und verunreinigt zudem die Weltmeere. 

Costa Rica will damit nun Schluss machen. Bis 2021 will es Einwegplastik ein für allemal verbieten. Das heisst: Weg mit Plastiktüten, weg mit Einwegflaschen oder Coffee-To-Go-Deckeln. 
Damit folgt das Land der indischen Stadt Neu Delhi, die seit Anfang Jahr ebenfalls Einwegplastik verbietet. Im restlichen Indien ist das Verbrauchsmaterial aber nach wie vor erhältlich. 

In Costa Rica werden jeden Tag 4000 Tonnen Müll produziert, davon landen zwanzig Prozent nicht auf der Müllkippe, sondern in Seen, Flüssen und an Stränden. Dass nun Einwegplastik verboten werden soll, ist eine Initiative der Regierung, die von einem Entwicklungsprogramm der UNO unterstützt wird. 

Die Regierung will damit bezwecken, dass innerhalb der nächsten vier Jahre mit einer nationalen Strategie sämtlicher Einwegplastik aus allen Haushalten verbannt wird. Verwendet werden sollen künftig nur noch Materialien, die sich innerhalb von sechs Monaten biologisch abbauen. 

Quelle: watson.ch 25.8.2017

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