Reisewelten

Europa-Park im Winter? Ein Geheimtipp!

Winterlich geschmückt und kunstvoll beleuchtet wird der Vergnügungspark in Rust zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Bis vor kurzem kam es mir nicht in den Sinn, mich mit Winterjacke, Schal, Mütze und Handschuhe bewaffnet in den Europa-Park zu reisen. Der Freizeitpark in Rust war für mich bislang ein klares Ausflugsziel für den Sommer. Von vielen Freunden weiss ich aber, dass sie regelmässig - ja sogar jährlich - im Winter nach Rust reisen und immer begeistert zurückkehren. Ich wollte wissen, weshalb, und habe es ausprobiert. Resultat: Auch ich komme im Winter wieder!

Anstehen? Fehlanzeige!

Von meinen Besuchen im Sommer kenne ich diese zum Teil unendlich langen Wartezeiten an den Bahnen. Dank App und visuellen Anzeigen kann man sich zwar psychisch vorbereiten oder auf eine andere Bahn ausweichen. Im Winter ist das ganz anders. Ich bin an keiner Bahn länger angestanden als 5 (fünf!) Minuten, weder am Samstag noch am Sonntag.

Gut manchmal hatte ich den Vorteil, dass ich über die «Single Rider Lane» (eine extra Warteschlange für Leute, die alleine fahren wollen und so die leeren Plätze füllen) natürlich viel schneller dran kam. Vor allem bei der neu gemachten «Eurosat - Can Can Coaster» standen die Leute an. Sonst kam ich aber auch auf den normalen Wegen immer sehr schnell in die Bahn.

Blue Fire, Silver Star und Co. fahren auch im Winter

Das stimmt natürlich nur teilweise. Offiziell fahren diese «Coaster» im Winter leider nicht, vor allem wenn es sehr kalt ist, schneit oder regnet. Ich habe zwei sehr milde Tage erwischt und alle Bahnen (auch Wodan, Euro-Mir, etc.) waren alle geöffnet. Nur die Wasserbahnen waren geschlossen (wobei auch die Wildwasserbahn beide Tage in Betrieb war).

Der ultimative Kick: Die Fahrt bei Nacht

Im Winter dunkelt es ja bekanntlich früher ein. Der Park ist aber bis 19 Uhr (in meinem Fall an beiden Tagen sogar bis 20 Uhr geöffnet). Zum einen ist das wohl gedacht, um die schöne, leuchtende Weihnachtsdekoration zu geniessen, zum anderen natürlich um allen Parkbesuchern einen noch längeren Aufenthalt zu ermöglichen (im Winter öffnet der Park erst um 11 Uhr für normale Besucher, um 10 Uhr für Hotelgäste). Somit kann man viele der Achterbahnen im Dunkeln fahren, was einem im Fall von Wodan ein unglaublicher Adrenalin-Kick gibt.

So erlebte ich die Premieren-Fahrt auf Wodan
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Im Hotel relaxen

Bei meinen Besuchen im Sommer verbrachte ich meistens so viele Stunden wie möglich im Park, um dann spätabends todmüde ins Bett meines Hotelzimmers zu fallen. Jetzt im Winter fand ich es ganz schön, abends (aber auch morgens bevor der Park öffnet) noch ein paar Runden im Hotelpool zu schwimmen, im Hotel-Spa zu relaxen oder in der Hotel-Bar einen Schlummerdrunk zu geniessen. Wer nicht grad übers Wochenende anreist, hat zum Teil noch Glück auf tolle Deals oder Verlängerungsangebote.

Auch sonst gibt es im Park viel zu geniessen, Weihnachtsmärkte zu besuchen, sich ein Glas Glühwein zu genehmigen oder man findet endlich auch mal Zeit, eine der vielen Shows zu besuchen.

Manuel Wälti

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