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Fritigsshow

Spitzenkoch Roland Trettl lässt Dampf ab

Er spricht über TV-Köche, die nicht kochen können, über Kinder, Hunde und Veganer im Restaurant und über den Unsinn, den der Gaul Millau verzapft.

Der breiten Masse ist Spitzenkoch Roland Trettl durch seinen Wechsel zum Fernsehen bekannt geworden. Auf Vox begrüsst der Südtiroler (Mo-Fr 18 Uhr) in «First Dates - ein Tisch für Zwei» Singles zum Ersten Date. In «The Taste» auf Sat1 führt er Hobby-Köche mit einem Menü auf nur einem Löffel zum Sieg, in «Grill den Profi» misst er sich selber am Herd und in «Kitchen Impossible» macht er kulinarische Weltreisen.

In seinem neuen Buch «Nachschlag» teilt der Mann der klaren Worte aber auch ordentlich aus. Er spricht über Sinn und Unsinn kulinarischer Spitzenleistungen. Über den Wert von Lebensmitteln und die Absurditäten kulinarischer Etikette. Über Kinder und Hunde im Restaurant und TV-Köche, die nicht kochen können.

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Der rote Faden durch das Buch ist eher schwierig zu erkennen. Es lassen sich die Lieblings-Rezepte des 48-jährigen finden, genauso wie die Schilderungen seiner Vasektomie. Jedenfalls: Nein, es ist kein Kochbuch! Es sind wohl einfach 260 Seiten Roland Trettl pur. Das Buch bietet einige spannende Einblicke hinter die Kulissen der TV-Industrie und deren Kochsendungen aber auch warum der Gault Millau Unsinn verzapft.

Für den Fall, dass den Kritikern «Nachschlag» nicht gefällt, hat Trettl die zerreissenden Artikel gleich selber auf den ersten Seiten verfasst. Er spart also auch an Selbstkritik nicht.

Erfischend und Unterhaltsam.

Roland Trettl - «Nachschlag» ab 2. September 2019 im CSV Verlag. 

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