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Aargau

Wettingen führt Punktesystem für Absenzen ein

Die Kantonsschule Wettingen passt ihr Absenzensystem an und orientiert sich dabei am Modell, das an der Alten Kantonsschule Aarau schon lange im Einsatz ist.

Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen müssen sich in Zukunft nicht mehr mit einer Unterschrift für ihre Abwesenheit im Unterricht entschuldigen. Stattdessen werden ihnen inskünftig Punkte abgezogen. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält zu Beginn eines jeden Semesters ein Absenzenkontingent über 30 Punkte. Wer krank ist, dem werden - egal ob mit oder ohne Beleg durch ein Arztzeugnis - bis zu 10 Punkte auf einmal vom individuellen Kontingent abgezogen.

Seit der Einführung dieses Systems seien die Absenzzeiten der Schülerinnen und Schüler deutlich zurückgegangen, sagt Prorektor Andreas Buchmüller der Kantonsschule Zofingen. Dort ist das gleiche Absenzsystem bereits seit drei Jahren im Einsatz. Und es habe sich bewährt, sagt Buchmüller weiter. Für Lehrkräfte sei damit der administrative Aufwand kleiner und Schülerinnen und Schüler könnten damit lernen, Eigenverantwortung für ihre Absenzen zu übernehmen.

Natürlich sei auch ein gewisser Spielraum im System eingerechnet, sagt Prorektor Ueli Salm der Alten Kantonsschule Aarau, die seit dem Jahr 2000 mit dem Punktekontingent arbeitet. Wenn jemand in einem Semester nachweislich so häufig krank gewesen sei, dass er oder sie das Punktekontingent überzieht, so werden die zu viel bezogenen Tage einfach im darauffolgenden Semester abgezogen. So drohen den ehrlichen Schülerinnen und Schülern auch keine Konsequenzen. Wenn das Kontingent aber aus anderen Gründen überzogen werde, dann kann es zu Verwarnungen, Verweisen oder schlimmstenfalls sogar zu einer Wegweisung aus der Schule kommen.

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