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Schweiz

Schweizerin wollte mit 4-jährigem Kind zum IS

Die Bundesanwaltschaft hat gegen eine 30-jährige mutmassliche Dschihadreisende Anklage erhoben.

Sie muss sich wegen Verstössen gegen das Verbot der Gruppierungen Al-Kaida und Islamischer Staat sowie verwandter Organisationen vor Gericht verantworten, wie die Bundesanwaltschaft mitteilt. Die Schweizerin soll im Dezember 2015 mit ihrem damals vierjährigen Kind von Ägypten aus illegal nach Griechenland gereist sein. Anschliessend wollte sie über die Türkei nach Syrien gelangen und sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat anschliessen. Die griechischen Behörden hinderten sie an der Weiterreise. Bei ihrer Einreise in die Schweiz wurde sie im Januar 2016 am Flughafen Zürich verhaftet. 

«Traurige Premiere»

Laut dem Sprecher der Bundesanwaltschaft André Marty ist es das erst Mal, dass ein Schweizer Bürger mit einem Kind in den Dschihad ziehen wollte. Das Bundesstrafgericht in Bellinzona muss jetzt einen Termin für die Gerichtsverhandlung gegen die mutmassliche Dschihad-Reisende ansetzen. 

Mara Schwab

Quelle: sda / Radio Argovia 24.8.2017

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