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Frankreich

Polizist wird als Held gefeiert

Ein Polizist, der sich in Frankreich gegen Geiseln austauschen liess, wird in Frankreich als Held gefeiert. In der Nacht starb er an seinen Verletzungen.

Der Polizist wird in Frankreich als Held gefeiert, weil er sich bei der Attacke auf einen Supermarkt in dem kleinen Ort Trèbes freiwillig gegen Geiseln eintauschen liess. "Er hat Leben gerettet", sagte Staatschef Emmanuel Macron. Der Beamte, der allein mit dem Täter im Supermarkt war, wurde lebensgefährlich verletzt, als dieser aus noch ungeklärten Gründen auf ihn schoss. Daraufhin stürmte die Polizei das Gebäude und erschoss den Täter. Brigitte Vogt, Mediensprecherin der Stadtpolizei Zürich erklärte auf Anfrage von Radio Argovia, der Polizist habe den Entscheid, sich gegen Geiseln einzutauschen, sicher mit dem Herz getroffen und sei nicht einer Anweisung aus einem Polizei-Reglement gefolgt. Die Kantonspolizei Aargau wollte auf Anfrage nicht sagen, ob die Vorgehensweise des Polizisten in Südfrankreich auch bei ihnen Anwendung finden würde. Aus polizei-taktischen Gründen äussere man sich nicht dazu.

Der 25-jähriger Angreifer hatte am Freitag bei mehreren Attacken in der Region Carcassonne insgesamt drei Menschen erschossen, 16 weitere wurden verletzt. Zudem nahm er Geiseln in einem Supermarkt. Der 25-Jährige, der in Marokko geboren wurde, bezeichnete sich als "Soldat" der Terrormiliz "Islamischer Staat". Der IS hatte den Terroranschlag anschliessend für sich reklamiert. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht von einem islamistischen Terroranschlag.

Olivia Folly

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