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Aargau

«Politprofi bin ich noch lange nicht»

Regierungsrätin Franziska Roth ist seit 100 Tagen im Amt. Heute hat sie vor den Medien eine erste Bilanz gezogen.

Die neue Aargauer Gesundheitsdirektorin Franziska Roth (SVP) will das Kostenwachstum in der Gesundheit- und Asylpolitik eindämmen. Sie hofft, dass alle am gleichen Strick ziehen. Roths Motto lautet: «Kooperation statt Konfrontation». Als Quereinsteigerin wurde die Brugger Bezirksgerichtspräsidentin Franziska Roth im November neu in den Regierungsrat gewählt. Sie übernahm per Anfang Jahr das Departement Gesundheit und Soziales von ihrer Vorgängerin Susanne Hochuli.

Sie habe grundsätzlich ein funktionierendes Departement vorgefunden, sagte Roth am Dienstag vor den Medien in Brugg nach ihren ersten 100 Tagen im Amt. Indirekt kritisierte sie jedoch ihre Vorgängerin: «Es gab keine Strategie im Departement. Die klare Ausrichtung fehlte», sagte Roth, die sich selbst als «politisches Greenhorn» bezeichnete.

In den kommenden Monaten will Roth eine Strategie festlegen, in dessen Zentrum der Bürger stehen soll. Es gehe im Departement, zu dem neben der Gesundheitspolitik auch die Asylpolitik und das Militärwesen gehören würden, letztlich um den Schutz der Aargauer Bürger. Einen Fokus will Roth auf die Finanzen richten. Das Kostenwachstum in der Gesundheits- und Asylpolitik solle gebremst werden. Das Departement muss gemäss Budgetentscheid des Grossen Rates in diesem Jahr 11,5 Millionen Franken sparen.

Quelle: sda 18.4.2017

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