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Manchester

«Neue Dimension der Feigheit»

In der britischen Stadt Manchester sind bei einem Konzert 22 Menschen getötet worden, unter ihnen viele Kinder. Der IS reklamiert den Anschlag für sich.

Der Anschlag bei einem Popkonzert in Manchester war ein Terrorangriff. Das sagte Grossbritanniens Premierministerin Theresa May am Dienstag in London. May sagte, die Polizei kenne wahrscheinlich die Identität des Täters, wolle aber noch keine Details nennen. Zudem werde noch ermittelt, ob er ganz allein handelte oder als Teil eines Netzwerks. Der Attentäter habe «das grösstmögliche Blutbad» anrichten wollen, er habe mit «kaltem Kalkül» auf Kinder gezielt.

Reaktionen von Politikern und Popstars
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In der betroffenen Manchester Arena hatte die US-Schauspielerin und Sängerin Ariana Grande ein Konzert gegeben. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song.

Rund um die Arena zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt. Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Explosion im Foyer. In der Konzerthalle spielten sich nach der Explosion dramatische Szenen ab. «Der Knall hallte durch das Foyer der Arena und die Leute fingen an zu laufen», berichtete ein 17-Jähriger, der mit seiner zwei Jahre älteren Schwester das Popkonzert besucht hatte. «Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen», sagte der Jugendliche dem Nachrichtensender Sky News.

Bombenanschlag auf Konzert in Manchester
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Quelle: Youtube

IS reklamiert Anschlag von Manchester für sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag von Manchester mit 22 Todesopfern für sich reklamiert. Die IS-Propagandaagentur Amak veröffentlichte am Dienstag in den sozialen Medien eine entsprechende Erklärung. Darin hiess es, «einer der Soldaten des Kalifats» habe die Bombe inmitten der Menschenmenge in Manchester platziert. Zudem wurde mit weiteren Anschlägen gedroht.

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Aargauer Zeitung

Christian Albisser

Quelle: SDA / Radio Argovia / Christian Albisser / Christoph Wasser 23.5.2017

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