Mehr Schwanen-Nachwuchs in Corona-Zeiten
Hallwilersee

Mehr Schwanen-Nachwuchs in Corona-Zeiten

Letztes Jahr gab es am Hallwilersee keinen Schwanen-Nachwuchs. Der starke Wintereinbruch im Frühjahr sorgte dafür, dass es keine überlebenden Eier gab. Dieses Jahr scheint die Corona-Zeit den Schwänen zu helfen.

Die Schwäne am Hallwilersee konnten in den vergangenen Wochen in Ruhe in ihren Nestern brüten. Sechs Nester würden sich zurzeit am Ufer des Hallwilersees befinden und die Chance auf zahlreichen Nachwuchs sei sehr hoch, sagt Thomas Eichenberger, Präsident der Schwanenkolonie Hallwilersee.

Grosse Kursschiffe fahren aufgrund der Corona-Krise erst ab Juli wieder. Momentan ist das Wasser deshalb ruhiger und schwemmt die Nester nicht von ihren Plätzen weg. Dazu kommt, dass weniger Hundebesitzer am Hallwilersee spazieren und auch weniger Fischer unterwegs sind. Diese können für Schwäne gefährlich werden. Laut Thomas Eichenberger muss die Schwanenkolonie drei bis vier Mal im Jahr einen Schwan aus Silch und Löffel befreien.

In zwei Wochen wird es voraussichtlich so weit sein und die ersten Schwäne schlüpfen aus den Eiern. Der Präsident hofft dabei auf zahlreichen Schwanen-Nachwuchs. In diesem Fall hätte der Coronavirus dann ausnahmsweise für mehr Leben gesorgt.

Rizja Pfister