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LENZBURG

Luxusauto-Prozess: Angeklagter soll sieben Jahre ins Gefängnis

Der ehemalige Aargauer Luxusautos-Garagist Riccardo Santoro hat am ersten Prozesstag vor dem Bezirksgericht Lenzburg jede Schuld von sich gewiesen.

Die Pleite der ehemaligen SAR Premium Cars in Dintikon ist eine der grössten Fälle von Wirtschaftskriminalität im Aargau. Luxusautos-Garagist Riccardo Santoro wies zum Prozessauftakt in Lenzburg die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wegen Misswirtschaft, Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesorgung zurück. Wenn, dann habe er nicht bewusst Fehler gemacht. Der Angeklagte beklagte eine Vorverurteilung durch Medien und Staatsanwaltschaft.

Beweislage erdrückend

Staatsanwalt Reto Steiger sprach in seinem Plädoyer von einer erdrückenden Beweislage und grosser krimineller Energie des Angeklagten Riccardo Santoro. Er forderte eine Gefängnisstrafe von mindestens sieben Jahren. Der Prozess geht am Dienstagmorgen weiter. Santoros Verteidiger und der Vertreter der Leasingfirma Fidis werden ihre Plädoyers halten. Das Urteil wird wegen der Prozessdauer von über zwei Wochen erst am 23. Januar erwartet.

Roland Kündig

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