Foto: Keystone Georgios Kefalas

Kaiseraugst

Kahlschlag bei Roche

Der Pharmakonzern Roche will in Kaiseraugst 235 Stellen streichen.

Roche will Teile der Verpackungseinheit an andere Standorte verlagern. In Kaiseraugst will sich Roche künftig auf die Produktion und Markteinführung von neuen, hochwirksamen Medikamenten in kleineren Mengen fokussieren. Von der Änderung betroffen sind gemäss Mitteilung voraussichtlich 235 Stellen. Auf wie viele Mitarbeitende sich diese verteilen, war auf Anfrage von Roche nicht zu erfahren. Die Anpassung soll über die "kommenden Jahre" erfolgen. Beginnen soll sie gemäss einer Roche-Sprecherin im nächsten Jahr. Zunächst finde ein Konsultationsverfahren mit den Personalvertretungen statt. Die meisten Stellen sollen ab 2019 wegfallen. Betroffene Mitarbeitende sollen Unterstützung bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen erhalten.

Folge von Produktionsstandort-Verkäufen

Hintergrund für die organisatorischen Anpassungen sind gemäss der Sprecherin Verkäufe von zwei Roche-Produktionsstandorten im italienischen Segrate sowie im spanischen Leganés. In Kaiseraugst abgebaut werden sollen die dazugehörigen Verpackungsabteilungen.

Durch die Zusammenlegung von Produktion und Verpackung am selben Ort erhofft sich Roche eine flexiblere Gestaltung der Lieferprozesse sowie schnellere Lieferzeiten.

In Kaiseraugst sind gemäss Roche derzeit rund 2300 der weltweit 94'000 Mitarbeitenden beschäftigt. Trotz des Abbaus blieben Kaiseraugst und Basel einer der bedeutendsten Standorte, heisst es weiter.

Quelle: sda 7.11.2017

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