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Aargau

Integrationsvorlehre für Flüchtlinge

Auch im Kanton Aargau sollen anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen eine Integrationsvorlehre absolvieren können. Der Regierungsrat beantragt dem Parlament dafür einen Nettokredit von 840'000 Franken.

Der gesamte Aufwand für die Integrationsvorlehre im Aargau beträgt 4,9 Millionen Franken, wie der Regierungsrat am Freitag mitteilte. Der überwiegende Teil der Kosten bezahlt der Bund, da es ein Pilotprojekt des Bundes ist.

Der Regierungsrat geht davon aus, dass der Bund dem Aargau rund 70 subventionierte Ausbildungsplätze zuspricht. Die Integrationsvorlehre dauert ein Jahr. Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre beschränkt.

Bedarf von Fachkräften

Die Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen im erwerbsfähigen Alter in den ersten Arbeitsmarkt sei eine grosse Herausforderung, hält der Regierungsrat fest. Gleichzeitig bestehe in verschiedenen Branchen ein Bedarf an Fachkräften.

Gemäss Regierungsrat ist es zielführend, dass sich der Aargau am Pilotprojekt des Bundes beteiligt. Es gehe darum, jungen Erwachsenen im Alter zwischen 22 und 25 Jahren mit genügender Schulbildung und Erwachsenen bis 40 Jahren mit qualifizierter Berufserfahrung den Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Vor allem in der Gastronomie, Logistik, Landwirtschaft sowie im Garten- und Landschaftsbau bestehe ein Bedarf an zusätzlichen Fachkräften. Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg, die Berufsfachschule Aarau sowie das landwirtschaftliche Zentrum Liebegg hätten ein Konzept ausgearbeitet. Das Programm soll auf das Schuljahr 2018/19 starten.

Die Integrationsvorlehre ist Teil eines vierjährigen Pilotprogramms, das dazu beitragen soll, das wirtschaftliche Potenzial junger Menschen besser auszuschöpfen und ihre Sozialhilfeabhängigkeit zu senken. Schweizweit sollen sich 800 bis 1000 Personen pro Jahr in einer einjährigen, praxisorientierten Ausbildung auf die berufliche Grundbildung vorbereiten können.

Fabienne Tanoa

Quelle: sda 22.9.2017

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