Weniger übergewichtige Kinder
Schweiz

Immer weniger übergewichtige Kinder

Die Zahl der übergewichtigen Kinder ist im letzten Schuljahr weiter zurückgegangen. Handlungsbedarf besteht dennoch.

Mittlerweile ist nur noch jedes sechste Kind in der Schweiz von Übergewicht betroffen. Das zeigt eine Studie der Gesundheitsförderung Schweiz. Für das zwölfte Monitoring wertete Gesundheitsförderung Schweiz den Body-Mass-Index von 13'710 Kindern und Jugendlichen in den Städten Basel, Bern und Zürich aus. Insgesamt nahm die Zahl der übergewichtigen und adipösen Schülerinnen und Schüler im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 16,7 Prozent ab.

Vor allem im Kindergarten sei ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen, teilt Gesundheitsförderung Schweiz mit. Auch auf der Mittelstufe konnte eine rückläufige Entwicklung von 1,1 Punkten auf 20,8 Prozent beobachtet werden. Am meisten übergewichtige Schülerinnen und Schüler gibt es weiterhin auf der Oberstufe. Dort stabilisiere sich die Situation zwar allmählich. Dennoch leidet immer noch fast jedes vierte Kind in diesem Alter unter Übergewicht.

Unterschiede bestünden nach wie vor zwischen schweizerischen und ausländischen Kindern: Zwar sei der Anteil der ausländischen Kinder mit Übergewicht seit 2005 zurückgegangen. Doch mit 22,4 Prozent liegt er für die Periode 2014 bis 2017 immer noch deutlich über dem Mittel bei den schweizerischen Kindern (14,7 Prozent).

Auch die soziale Herkunft der Eltern spielt eine Rolle: So sind die Kinder von Eltern mit höherer Ausbildung mit zehn Prozent deutlich weniger von Übergewicht oder Adipositas betroffen, als Kinder von Eltern mit oder ohne Lehre.

Den Höhepunkt hatten die Werte im Schuljahr 2010/2011 erreicht. Damals waren 20,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Gesundheitsförderung Schweiz führt diese Entwicklung auf die getroffenen Massnahmen zurück. Doch vor allem auf den höheren Schulstufen müssten zusätzliche Anstrengungen unternommen werden.
Olivia Folly
Quelle: Radio Argovia