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Hamburg

Hamburg-Angreifer war Behörden bekannt

Der Messer-Angreifer von Hamburg war nach Behördenangaben ein abgelehnter Asylbewerber und hätte demnächst ausreisen sollen.

Der Messer-Angreifer von Hamburg ist den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen. Es habe Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben. Der Mann sei als Islamist, «nicht aber als Dschihadist» geführt worden, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote an einer Medienkonferenz. Man sei nicht zu der Einschätzung einer unmittelbaren Gefährlichkeit gelangt. Bei dem Mann gebe es einerseits Hinweise auf religiöse Beweggründe und islamistische Motive, andererseits auch auf eine «psychische Labilität».

Keine Hinweise auf Hintermänner

Der Täter sei ausreisepflichtig gewesen und habe sich im Ausreiseverfahren befunden. Derzeit gebe es keine Hinweise auf Hintermänner oder eine Einbindung des Täters in ein Netzwerk. Hierzu seien aber weitere Ermittlungen nötig.

Verletzte ausser Lebensgefahr

Der Mann hatte am Freitag in einem Supermarkt im Hamburger Stadtteil Barmbek mit einem Messer auf Kunden eingestochen. Er tötete einen Menschen und verletzte sieben weitere, einige von ihnen schwer. Alle Verletzten seien aber mittlerweile ausser Lebensgefahr, sagte Grote.

Christoph Wasser

Quelle: sda / Radio Argovia 29.7.2017

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