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Graubünden

Hätte man die Katastrophe verhindern können?

Nach dem Bergsturz im Bündner Dorf Bondo gelten acht Erwachsene, die im Katastrophengebiet unterwegs waren, immer noch als vermisst. Eine andere Gruppe ist in Italien aufgetaucht.

Sechs Personen waren von Familienangehörigen als vermisst gemeldet worden. Zwei weitere Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Bergsturzes in dessen Umgebung auf und können nun von den Einsatzkräften nicht erreicht werden, wie die Polizei an einer Medienkonferenz mitteilte. Die Personen seien Wanderer und Alpinisten und stammen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Eine weitere sechsköpfige Wandergruppe, zu der man kurzzeitig den Kontakt verloren hatte, ist unterdessen in Italien aufgetaucht. 

Bergsturz Bondo
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Audio: Mara Schwab

Bondo weiterhin gefährdet

Nach den Vermissten suchen 120 Personen von Polizei, Feuerwehr und Gemeinde mit Helikoptern und Suchhunden. Die Einwohner von Bondo dürfen vorerst nicht in ihre Häuser zurückkehren. Der 200-Seelen-Ort bleibt evakuiert. Experten schliessen weitere Bergstürze im Seitental Val Bondasca nicht aus. «Das Gebiet war bekannt für Felsabbrüche. Die Bevölkerung wurde mehrmals durch die Gemeinde über die Gefahren informiert», so Hugo Raetzo, Geologe beim Bundesamt für Umwelt gegenüber Radio Argovia. 

 

 

 

Mara Schwab

Quelle: sda 24.8.2017

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