Foto: Aargauer Zeitung

Spreitenbach

Gebühren-Abfallsäcke jetzt auch in Spreitenbach

Als letzte Gemeinde im Aargau führt Spreitenbach Gebühren für Kehrichtsäcke ein. Zu den neuen gebührenpflichtigen Abfallsäcken gehen die Meinungen in der Gemeinde auseinander.

Bis Ende September wurde in Spreitenbach die Abfallgebühr pauschal abgerechnet. Ausschlaggebend für die Berechnung der Gebühr war die Wohnungsgrösse. Dieses System ermöglichte es den Einwohnern, ihren Abfall in einfachen schwarzen Abfallsäcken auf die Strasse zu stellen. Eine Begrenzung der Menge, die jährlich entsorgt werden konnte, gab es nicht.

Nun bricht für die Gemeinde und ihre Einwohner eine neue Ära an. Das neue Abfallreglement tritt in Kraft. Als letzte Gemeinde im Kanton erhebt nun auch Spreitenbach eine Abfallgebühr pro Sack.

Dieses neue Reglement kommt nicht bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern gut an. Eine Dame meint gegenüber Radio Argovia: «Das ist, finde ich, eine Provokation!» Andere wiederum finden die Gebühr gut. «Früher oder später musste das kommen. Es gab viele Leute, die einfach jeden Mist weggeworfen haben!» meint eine andere Frau.

Der Bereichsleiter Entsorgung des Werkhofs von Spreitenbach, Viktor Ott, sagt gegenüber Radio Argovia: «Die Leute haben zuhause entrümpelt, was eigentlich logisch ist, wenn plötzlich die Mengengebühr kommt nach der Pauschale. Das ist logisch - dann würde ich auch räumen.» Die Gemeinde will mit dem neuen System die Leute auch dazu bringen ihren Müll besser zu trennen, fügt Viktor Ott an.

Marc Trevisan

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