Franziska Roth im Interview
AARGAU

Franziska Roth: «Ich bleibe im Amt»

Die Aargauer SVP-Regierungsrätin muss bis zu den Sommerferien ihr Gesundheitsdepartement in den Griff bekommen - oder zurücktreten.

Die SVP Aargau hält vorerst an ihrer Regierungsrätin Franziska Roth fest. Wenn sich die Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartementes bei ihrer Amtsführung aber nicht massiv verbessert, wird sie noch vor den Sommerferien von ihrer Partei zum Rücktritt aufgefordert.

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Die SVP Aargau habe sich seit ihrer Amtsübernahme intensiv darum bemüht, Roth mit Ratschlägen, Hilfestellungen und persönlichen Gesprächen bei der Amtsführung zu unterstützten, sagte SVP-Kantonalpräsident und Nationalrat Thomas Burgherr am Montag vor den Medien in Aarau.

Nach verschiedenen Gesprächen, bei denen unter anderem auch SVP-Parteipräsident Albert Rösti anwesend war, und weiteren Rückschlägen, ist die Parteileitung der SVP Aargau laut Burgherr am Wochenende zum Schluss gekommen, dass Roth nur noch zwei Möglichkeiten offenstehen.

Entweder ziehe sich Roth umgehend vom Amt zurück oder sie nutze die Chance und arbeite daran, dass kurzfristig massive Verbesserungen bei der Führung ihres Departementes sicht- und spürbar werden. Für letzteres hat Roth bis vor den Sommerferien Zeit.

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Roth habe sich entschieden, vorerst weiterzumachen. Er sei überzeugt davon, dass sie das Steuer noch herumreissen werde, meinte Parteipräsident Burgherr. Roth vertrete sonst die Interessen der Partei gut, so dass ein Parteiausschluss nur in Frage komme, wenn sie keine Fortschritte erziele und gleichwohl weiter im Amt bleiben wolle.

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Kritik von allen Seiten

Die Aargauer Regierung sah sich auf Grund der Lage letzte Woche gezwungen, das Departement Roth einer unabhängigen, externen Analyse zu Organisation, Führung und Unternehmenskultur zu unterziehen. Die Analyse werde sich auch mit dem Betriebsklima befassen, teilte die Aargauer Staatskanzlei mit.

Anfang März hatten FDP, CVP und die Grünen im Aargauer Grossen Rat Roth kritisiert. Die Fraktionen bemängelten das «mangelnde Vertrauensverhältnis» und die «Geringschätzung» gegenüber den Politikern.

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Nadine König
Quelle: Argovia / sda