Foto: Keystone

Schweden

Familie von Avicii gibt Todesursache bekannt

Der verstorbene Star-DJ hatte offenbar Suizid begangen.

Das legt ein Statement nahe, das seine Familie in der Schwedischen Zeitung Aftonbladet veröffentlicht hat.

Die Familie schreibt:

«Unser geliebter Tim war ein Suchender, eine zerbrechliche Künstlerseele, auf der Suche nach Antworten auf existentielle Fragen.

Ein Perfektionist, der in einem Tempo reiste und arbeitete, das zu extremem Stress führte.

Als er aufhörte zu touren, wollte er ein Gleichgewicht im Lebenfinden, um glücklich zu sein und das tun zu können, was er am meisten liebte - Musik.

Er kämpfte mit den Gedanken über Sinn, Leben und Glück.

Er konnte nicht mehr länger.

Er wollte Frieden finden.​

Tim war nicht für die Businessmaschinerie gemacht, in der er sich befand; er war ein sensibler Kerl, der seine Fans liebte, aber das Rampenlicht mied.

Tim, du wirst für immer geliebt und traurig vermisst werden.

Die Person, die du warst und deine Musik werden dich in Erinnerung behalten.

Wir lieben dich,

Deine Familie»

Zu Ehren von Avicii: Domglocken spielen Hits des verstorbenen DJs
Die Welt trauert um Star-DJ Avicii. In Utrecht liess der Dom die Hits des verstorbenen Musikers noch einmal erklingen.

Quelle: youtube/cloudeddworld

Der Sohn der prominenten schwedischen Schauspielerin Anki Linden war einer der ersten DJs, der es schaffte, mit elektronischer Tanzmusik in den Mainstream vorzudringen.

Aviciis Megahit «Wake me up» mit dem Soul-Sänger Aloe Blacc war 2013 in Europa die Nummer eins. Sein mit elektronischer Musik unterlegter Remix von Coldplays «A Sky Full of Stars» (2014) wurde ein weiterer Hit. Als Produzent war er für Madonnas Album «Rebel Heart» (2015) tätig. Der DJ wurde vergangenes Wochenende im Oman tot aufgefunden. Er wurde 28 Jahre alt.

Avicii hatte in den vergangenen Jahren offen über seine Gesundheitsprobleme gesprochen – unter anderem über eine zum Teil durch exzessiven Alkoholkonsum verursachte Entzündung der Bauchspeicheldrüse. 2014 hatte er einige Live-Auftritte abgesagt, weil er sich die Gallenblase und den Blinddarm entfernen liess.

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen?
Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Quelle: watson.ch 26.4.2018

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