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Rothrist

«Dini Muetersproch isch Schwizerdütsch!»

Das Aargauer Transportunternehmen Schöni Transport AG sucht nach Lastwagen-Chauffeuren, die nicht nur Schweizerdialekt zur Muttersprache haben, sondern auch explizit stolz auf die Schweizer Flagge sind.

Obwohl das in Mundart verfasste Stellenangebot der Transportfirma auf den ersten Blick diskriminierend wirken kann, sei es weder rassistisch noch verboten, sagt Alma Wilken, Leiterin der eidgenössischen Kommission gegen Rassismus. Es liege aber auf der Hand, dass hier gewisse Gruppen ausgeschlossen werden, indem Schweizerdeutsch als Muttersprache gefordert werde, ohne dass dafür wirklich sachliche Gründe vorliegen. Man bewege sich hier in einer Grauzone, sagen mehrere Anwälte auf Anfrage von Radio Argovia. Dialekt-Kenntnisse in einem Stelleninserat zu verlangen, sei nicht rassistisch, heisst es in einer schriftlichen Stellungnahme.

Die Firma Schöni Transport AG hält in seinem Stelleninserat fest, dass ein interessierter Lastwagen-Chauffeur Mundart als Muttersprache haben muss und sein Berufsstolz auch gleich seinem Stolz auf die Schweizer Fahne gleichkommen sollte. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärt Schöni Transport AG diese Anforderungen: «Weil wir selber stolz auf unser Vaterland und die christlichen Werte unseres Landes sind, was das Schweizer Kreuz ja auch zum Ausdruck bringt. Jeder LKW von uns trägt seit dem Grounding der Swissair das Schweizer Kreuz. Schweizer Qualität ist in der ganzen Welt ein klares Versprechen, daher soll der Fahrer doch auch zu diesen Werten stehen können und darf auch auf unser Land stolz sein.»

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