Der Borkenkäfer wütet wieder
Aargau

«Dem Aargauer Wald geht es momentan wirklich nicht gut!»

Wegen den fehlenden Niederschlägen wütet der Borkenkäfer auch dieses Jahr wieder in den Aargauer Wäldern. Die Waldbesitzer befinden sich in einem Dilemma.

Um den Borkenkäfer zu bekämpfen, müssten die befallenen Bäume eigentlich gefällt werden. Immer mehr Waldbesitzer verzichten aber auf diese Massnahme. «Weil die Schweizer Holzlager bereits jetzt schon voll sind, ist der Holzpreis ins bodenlose gesunken.», sagt Oliver Frey, Präsident des Aargauischen Försterverbandes. Deshalb würden die Waldbesitzer die vom Borkenkäfer befallenen Bäume stehen lassen, weil sie mit dem Holz kein Geld verdienen. So kann sich der Käfer aber weiter in den Wäldern verbreiten. Für Oliver Frey ein echtes Dilemma: «Früher konnte man mit qualitativ hochwertigem Holz viel Geld verdienen, heute kann man teilweise froh sein, wenn man das Holz überhaupt noch verkaufen kann.» Deshalb fehle jetzt Geld für Investitionen, die man im Wald machen sollte.

Weil die Situation rund um den Borkenkäfer in vielen teilen Europas ähnlich wie in der Schweiz ist, kann das Holz auch nicht exportiert werden. Deshalb endet bereits jetzt hochwertiges Holz als Brennholz. «Wir verschwenden einen hochwertigen Rohstoff, den man eigentlich für viele andere Dinge verwendet könnte.», sagt der Präsident des Aargauischen Försterverbandes dazu.

Und wie der Schweizer Bauer schreibt, wütet der Borkenkäfer nicht nur im Aargau, sondern in der ganzen Schweiz. Nachdem der Käfer bereits im letzten Jahr grossen Schaden in den Schweizer Wäldern angerichtet hatte, sieht die Situation dieses Jahr nicht viel besser aus - auch nicht im Aargau: «Dem Aargauer Wald geht es wirklich nicht gut!», fasst Oliver Frey zusammen.

Oliver Varga