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Aargau

Brugg Cables baut weitere 60 Stellen ab

Der Kabelhersteller Brugg Cables will am Hauptsitz im aargauischen Brugg insgesamt 180 Stellen streichen. Das ist fast die Hälfte des aktuellen Personalbestandes in Brugg. Die Abbaupläne begründet Brugg Cables in einer Mitteilung mit der Beschleunigung des strategischen Umbaus der Sparte Kabelproduktion.

Die Kabel-Tochter der Brugg-Gruppe sei als Schweizer Anbieterin von Kabelsystemen mit einem starken internationalen Wettbewerb, hohem Preisdruck wegen Überkapazitäten und der zunehmenden Lokalisierung der Kabelproduktion in Exportmärkten konfrontiert, hiess es bereits in einer Mitteilung vom Januar. Als Schweizer Hersteller kämen hohe Produktionskosten und Währungsrisiken dazu.

Brugg Cables baut 120 Stellen ab
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Den Umschwung soll das Programm "ChangeToFit" bringen. Das heisst: In der Schweiz wird die Kabelfertigung auf Kernprodukte ausgerichtet. Bei Brugg Cables sollen deshalb nicht nur - wie im Januar bekannt gegeben - 120 Arbeitsplätze gestrichen werden, sondern gleich 180. Davon betroffen ist der Hauptsitz in Brugg. Soweit möglich soll der Abbau aber über natürliche Abgänge und Frühpensionierungen aufgefangen werden.

Sozialplan vorgesehen

Für diejenigen Mitarbeitenden, denen die Kündigung droht, werde ein Sozialplan umgesetzt. Teil davon ist etwa ein Jobcenter, das die Betroffenen noch während ihrer Anstellung auf die künftige Stellensuche vorbereiten und dabei unterstützen soll. Zudem wird auch geprüft, ob die Angestellten innerhalb der Gruppe einen neuen Arbeitsplatz erhalten könnten.

(Teil-)Verkauf wird geprüft

Im Rahmen des Programms «ChangeToFit» soll nun auch ein Verkauf oder Teilverkauf der Division Brugg Cables geprüft werden. Die Brugg-Gruppe sucht laut Mitteilung aktuell nach einem oder mehreren strategischen Partnern, die die Umsetzung der Strategie sowie die Weiterentwicklung des Kabelgeschäftes ermöglichen. Welche Teile der Kabelproduktion dabei möglicherweise von Dritten übernommen werden, ist noch offen.

Mehrere Sparrunden

Der Preisdruck im Kabelmarkt hatte die Gruppe in den letzten Jahren schon zweimal zum Rotstift greifen lassen. 2016 fielen am Hauptsitz 60 Stellen weg, insgesamt wurden 90 der damals 660 Stellen abgebaut. 2013 wurden 26 Arbeitsplätze gekappt.

Brugg Cables, früher unter dem Namen Kabelwerke Brugg bekannt, gehört zur Brugg Gruppe und ist dort die zweitgrösste Tochter. Die Brugg-Gruppe wird mehrheitlich von den Aktionärsfamilien Suhner und Wartmann kontrolliert und beschäftigt weltweit 2000 Mitarbeitende.

Brugg Cables entwickelt, fertigt, installiert und wartet Kabel, Zubehör und Systemlösungen für die Energieübertragung und -verteilung. 2017 setzte das Unternehmen 147 Millionen Franken um. Neben dem Hauptsitz in Brugg verfügt das Unternehmen über Niederlassungen in zehn Ländern und über Produktionswerke in China und Polen.

Michael Wettstein/Nadine König

Quelle: sda 22.1.2019

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