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Aargau

Borkenkäfer macht Holzmarkt für lange Zeit kaputt

Wegen des Borkenkäfers wird der bereits gesättigte Holzmarkt mit riesigen Mengen Schadholz überschwemmt. Das zeigen Recherchen von Radio Argovia.

Für den Borkenkäfer war der Sommer 2018 herrlich. Dank der langen Trocken- und Hitzeperiode konnte sich der Baumschädling im Aargau und im restlichen Mittelland noch besser vermehren als sonst. «Statt wie üblich zwei Generationen konnten sogar drei schlüpfen», bestätigt der Aargauer Kantonsförster Alain Morier Recherchen von Radio Argovia.

«Der Holzpreis sackt zusammen»

Wegen der vielen Borkenkäfer mussten in den letzten Wochen überdurchschnittlich viele Bäume gefällt werden. Das hat zur Folge, dass der bereits nach den Stürmen von Anfang Jahr gesättigte Holzmarkt nochmals mit Schadholz überschwemmt wird. Schlecht für die Waldbesitzer, sagt Alain Morier, «der Holzpreis sackt zusammen, sie können im Moment das Fichtenholz kaum verkaufen».

Schlimmer als nach Orkan Lothar

Morier macht einen historischen Vergleich: Der Holzmarkt sei im Moment noch mehr am Boden als nach dem Orkan Lothar am Stephanstag 1999. Er schätzt, dass es viele Monate dauert, bis sich der Holzmarkt in ganz Mitteleuropa wieder erholen kann. Deshalb wünscht sich der Aargauer Kantonsförster «ganz besonders einen richtig nassen Frühling 2019», damit sich der Borkenkäfer nicht noch mehr vermehrt.

Das Borkenkäfer-Jahr 2018 und seine verheerenden Folgen - das ausführliche Interview mit dem Aargauer Kantonsförster Alain Morier gibt es hier:

Borkenkäfer macht Holzmarkt kaputt
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Urs Hofstetter

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