Foto: Aargauer Zeitung

Aargau

Anklage gegen Skandalarzt Ingo Malm

Die Aargauer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ingo Malm, ehemaliger Leiter des Ärztezentrums Mutschellen. Sie wirft ihm unter anderem vor, dass er als Arzt tätig war, obwohl im die Bewilligung entzogen worden war.

Die Aargauer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ingo Malm, ehemaliger Leiter des Ärztezentrums Mutschellen. Sie wirft ihm unter anderem vor, dass er als Arzt tätig war, obwohl im die Bewilligung entzogen worden war.

Malm darf nicht mehr als Arzt praktizieren, seit ihm die Berufsausübungsbewilligung entzogen wurde. Im August 2014 eröffnete er das Ärztezentrum Mutschellen in Berikon. Dort arbeitete er nach Darstellung der Staatsanwaltschaft allerdings nicht nur als Geschäftsführer, sondern auch als Arzt. Diese Leistungen soll er unter falschem Namen erfasst haben; er benutzte die Identität eines rechtmässig praktizierenden Arztes.

Diese Informationen gelangten auch zum Aargauischen Ärzteverband. Dort war die Besorgnis Ende letzten Jahres gross. Die Unterlagen habe man umgehend an das Gesundheitsdepartement weitergeleitet, sagte Vizepräsident Ulrich Bürgi.

Das Ärztezentrum häufte Schulden in der Höhe von über einer Million Franken an. Neben der widerrechtlichen Tätigkeit als Arzt soll Malm auch Arbeitnehmerbeiträge nicht weitergeleitet, Quellensteuern veruntreut und Misswirtschaft betrieben haben. Er anerkennt die Vorwürfe gemäss Staatsanwaltschaft teilweise. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Michael Wettstein

Quelle: az Aargauer Zeitung / Radio Argovia 2.10.2018

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