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Schweiz

Anklage erhoben gegen Organisator von «Kaffeefahrten»

Einem 44-jährigen Mann wird die systematische Organisation von illegalen Werbefahrten vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft Nidwalden, Obwalden und Uri hat ihr Ermittlungsverfahren gegen den Organisator von sogenannten «Kaffeefahrten» abgeschlossen und beim Landgericht Uri die Anklage eingereicht. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in mehr als 1'300 Fällen falsche Gewinnversprechen und Wettbewerbstalons verschickt zu haben. 

Das Phänomen der «Kaffeefahrten» ist in der Schweiz bereits bekannt und viel diskutiert. Dabei werden die Betroffenen teilweise zu ganzen Ausflügen eingeladen - zum Beispiel inklusive kostenloser Carfahrt, Besichtigung mit Degustation, Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Zudem sollen die Teilnehmer dort einen Preis entgegen nehmen dürfen. Meist findet dann aber weder der Ausflug statt, noch wird der versprochene Gewinn abgegeben. Stattdessen werden den Teilnehmern in aufdringlichen Werbe- und Verkaufsveranstaltungen überteuerte Produkte, wie zum Beispiel Gesundheitsmatratzen, angeboten.

Mit der Organisation und Durchführung solcher verschleierten Verkaufsveranstaltungen hat der Angeklagte gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verstossen.

Nadine König

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