Andreas Glarner ist neuer Präsident der SVP Aargau
Aargau

Andreas Glarner ist neuer Präsident der SVP Aargau

Die SVP-Delegierten wählten den Nationalrat am Kantonalparteitag im Gasthof Ochsen in Lupfig zum neuen SVP-Präsidenten.

Über 300 SVP-Delegierte pilgerten am Abend aus allen Ecken des Kantons Aargau nach Lupfig in den Gasthof Ochsen. Mit der Wahl des neuen Präsidenten der SVP Aargau stand ein wichtiges Traktandum auf der Liste. Mit Nationalrat Andreas Glarner und Grossrat Rol Jäggi stellten sich zwei Kandidaten zur Wahl für das Parteipräsidium.

Nach der Parolenfassung für die Abstimmungen vom 9. Februar 2020 hatten die beiden Kandidierenden in einer 10-minütigen Rede Zeit, die Delegierten von sich zu überzeugen. Danach mussten Glarner und Jäggi den Saal verlassen, damit die Anwesenden ihre Voten zu den beiden Kandidaten abgeben konnten.

Rede Andreas Glarner

Rede Andreas Glarner

Rede Rolf Jäggi

Rede Rolf Jäggi

Die geheime Wahl entschied Andreas Glarner dann im ersten Wahlgang deutlich für sich. Von den über 300 Stimmberechtigten gaben 201 ihre Stimme dem Nationalrat. Dieser zeigte sich über das deutliche Resultat überrascht. «Ich hätte geschworen, dass Rolf Jäggi das Rennen macht und hätte nie mit dieser Wahl gerechnet.», sagte Glarner gegenüber Radio Argovia. Dementsprechend hatte er auch keine Ansprache vorbereitet. Auf der anderen Seite stand mit Grossrat Rolf Jäggi ein fairer Verlierer: «Die Chancen standen 50:50. Die Delegierten haben entschieden und ich gratuliere Andreas Glarner herzlich zur Wahl.» Er hätte sich zwar gefreut über das Amt, seine Enttäuschung halte sich aber in Grenzen, so Jäggi weiter.

Das Sieger-Interview mit Andreas Glarner

Das Sieger-Interview mit Andreas Glarner

Was während den Feierlichkeiten fast vergessen ging: Der scheidende SVP-Präsident Thomas Burgherr. Der Abschied ging ihm sichtlich nah. «Man hat gesehen, dass ich gerne Präsident war. Deshalb schmerzt der Abschied jetzt auch etwas. Dass ich jetzt nicht mehr Präsident bin, ist aber gut so.» Burgherr wird sich künftig voll und ganz auf sein Amt als Nationalrat konzentrieren.