Ein Liebespaar versuchte im Bezirk Aarau einer Billettkontrolle zu entkommen.
Foto: Keystone-SDA
Aarau

Liebespaar fährt ohne gültigen Fahrschein – und beschimpft Kontrolleur

Als ein Liebespaar in einem Zug der Aargau Verkehr AG (AVA) zwei Kontrolleure entdeckten, machten sie sich sofort aus dem Staub. Das fiel den Mitarbeitenden auf. Deswegen fingen sie das Paar bei der nächsten Haltestelle ab.

Der Vorfall ereignete sich Mitte Januar 2023. S.D.* war zusammen mit seiner Freundin im Bezirk Aarau mit dem Zug unterwegs. Als daraufhin zwei Kontrolleure in den Zug einstiegen, ergriff das Paar die Flucht, um einer Busse zu entgehen.

Paar auf der Flucht – aber nicht lange

Der Plan des Paares ging zunächst auf und sie konnten sich der Kontrolle der AVA entziehen. Wie in einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau zu entnehmen ist, konnten zwei Kontrolleure die beiden Schwarzfahrenden bei ihrer Flucht beobachten. Sie vermuteten, dass der 25-Jährige und seine Freundin die nächste Zugverbindung nehmen würden, weshalb einer der beiden Kontrolleure bei der nächsten Haltestelle ausstieg und auf den nachfolgenden Zug wartete. Seine Vermutung war goldrichtig. Als der Zug in der Haltestelle eintraf, ging er auf das Paar zu und verlangte von beiden die Fahrkarte.

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Das Liebespaar ging jedoch nicht auf die Aufforderung des Kontrolleurs ein. Stattdessen schoben sie sich am Kontrolleur vorbei, um das Verkehrsmittel zu verlassen. Nachdem sich das Paar nicht mehr im Zug befand, erwiderte D. dem Kontrolleur, dass er nun keine Berechtigung mehr hätte, ihn nach der Fahrkarte zu fragen.

Der AVA-Mitarbeiter versuchte laut Strafbefehl dem 25-Jährigen zu erklären, dass seine Annahme falsch ist. Er verlangte deshalb erneut nach der Fahrkarte. Daraufhin wurde der Mann gegenüber dem Kontrolleur ausfällig. Er beschimpfte ihn und wehrte sich gegen den Versuch des Kontrolleurs, ihn von einer Flucht abzuhalten. Das ging so weit, bis der Kontrolleur keine andere Möglichkeit mehr sah, als die Polizei zu alarmieren.

Paar muss eine hohe Busse zahlen

Das Paar wurde daraufhin zur Anzeige gebracht. Zum einen wegen Hinderung einer Amtshandlung sowie Gewalt und Drohung gegen einen Beamten. Er wird zu einer bedingten Geldstrafe von 300 Franken sowie einer Busse von 700 Franken verurteilt. Dazu kommen Gebühren von über 1120 Franken. Auch seine Freundin wurde aufgrund der Hinderung einer Amtshandlung verurteilt – zu einer bedingten Geldstrafe von 600 Franken sowie einer Busse von 300 Franken. Weiter muss sie für Gebühren von rund 800 Franken aufkommen. Bei beiden wird das Urteil im Strafregister eingetragen.

*Name der Redaktion bekannt

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 1. August 2023 06:39
aktualisiert: 1. August 2023 06:39