Quelle: Tele M1 / Dana Schüpfer / ArgoviaToday / Severin Mayer / Archivbeitrag vom 7. Dezember 2023

«wemakeit»

Kiff erreicht Spendenziel von 500'000 Franken

Es ist geschafft: Das Kiff hat durch das Crowdfunding über 500'000 Franken zusammenbekommen. Das ist die höchste Summe, die bisher über die Crowdfundingplattform «wemakeit» gesammelt wurde.

Am 23. November lag das Crowdfunding auf 240'000 Franken. Zwei Wochen später nun hat sich der Betrag mehr als verdoppelt. Rund 504'000 Franken hat das Kiff bis Donnerstagnachmittag eingenommen, und das sogar lange vor dem Ende des Crowdfundings. Für das Kiff ein Grund zur Freude: «Wir sind natürlich unglaublich erleichtert, aber auch unglaublich dankbar für die über 2500 Leute, welche das Kiff finanziell unterstützt haben. Dass wir das Ziel schon etwas früher erreicht haben, bringt uns ein paar Nächte mit besserem Schlaf», kommentiert Kissling gegenüber Tele M1. Am Mittwochabend habe es noch nicht ausgesehen, als könne man das Ziel schon am Donnerstag erreichen. Umso grösser die Überraschung am Donnerstagmorgen.

«Wichtiger Meilenstein»

Gemäss Kissling ist das ein grosser Schritt in die richtige Richtung. «Wir haben einen wichtigen Meilenstein vom Neubauprojekt Kiff 2.0 geschafft. Es sind ‹nur› zwei Prozent der Gesamtsumme, aber ganz wichtige. Das zeigt der Politik und potenziellen Sponsoren, wie viele Leute hinter dem Kiff stehen, und dass es in Aarau wirklich ein Bedürfnis ist, ein solches Haus zu bauen», sagt der Co-Geschäftsleiter.

Obwohl der gewünschte Betrag schon zusammengekommen ist, will das Kiff weiterhin Geld sammeln. Noch drei Tage lang ist das Crowdfunding online, auf dem man bis dahin Geld spenden kann. Im Anschluss gehe es dann an die Sponsorensuche. Des Weiteren hofft Kissling, dass die Baubewilligung schnell erteilt wird, damit die Bauarbeiten im Frühling beginnen können.

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Ein neues Kulturlokal für Aarau

Die Futterfabrik hat nämlich nach über 30 Jahren als Konzert- und Kulturhaus langsam aber sicher ausgedient. Nicht nur, weil der Mietvertrag ausläuft, sondern auch weil das Gebäude baufällig ist, braucht das Kulturlokal Kiff eine Alternative. Deswegen wurde bereits im Jahr 2016 das Projekt «Kiff 2.0» ins Leben gerufen. Das Projekt will nach der ewigen Zwischennutzung der Futterfabrik nun ein eigenes Lokal direkt hinter der Futterfabrik bauen. Es soll den heutigen Bedürfnissen der Kulturschaffenden sowie des Publikums gerecht werden und zu einem Kulturkompetenzzentrum werden.

Dank der öffentlichen Hand und Krediten sind rund 96 Prozent der Finanzierung des Bauprojekts gewährleistet. Es sei aber immer Bedingung der öffentlichen Hand und auch eigenes Ziel gewesen, dass sich das neue Kiff zum Teil selbst finanziert, erklärte Daniel Kissling, Co-Geschäftsleiter, Ende November gegenüber ArgoviaToday. Das geschieht einerseits durch Stiftungs- und Sponsoringbeiträgen und andererseits eben durch ein Crowdfunding. «Das Kiff war schon immer ein Haus von vielen Leuten für viele Leute. Das Crowdfunding ist ein Zeichen dafür, wie wichtig das Kiff den Menschen ist. Wir finden es schön, mit unserer Community zusammen dieses Haus zu bauen», sagt Kissling weiter.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 7. Dezember 2023 15:13
aktualisiert: 7. Dezember 2023 15:14