Quelle: Tele M1

Aarau

Jeansladen absichtlich in Brand gesteckt? – Obergericht muss Urteil fällen

Die Besitzerin eines Jeansladens in Aarau und ihr Bruder sollen das Geschäft vor mehreren Jahren absichtlich angezündet haben. Damit wollten sie an Versicherungsgelder kommen. Weil sie mit dem Schuldspruch in erster Instanz nicht einverstanden sind, muss sich das Bezirksgericht nun mit dem Fall befassen.

Vor fünf Jahren haben Brandermittlungen gezeigt, dass ein Jeansladen in Aarau wegen Brandstiftung in Flammen stand. In Zusammenhang mit einem Versicherungsbetrug haben sich die Besitzerin und ihr Bruder damals vor dem Bezirksgericht verantworten müssen.

«Die Staatsanwaltschaft ist mit dem erstinstanzlichen Urteil zufrieden. Die beiden Beschuldigten wurden damals wegen Brandstiftung und Betrug schuldig gesprochen», sagt Rebecca Bänziger, Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau, am Dienstag gegenüber Tele M1.

Nun wollen die 49-jährige Besitzerin und ihr Bruder (37) das Obergericht von ihrer Unschuld überzeugen. Mit einer Verurteilung müssten beide für mindestens ein Jahr ins Gefängnis. Weil es aber für die Brandstiftung keine eindeutigen Beweise gibt, sei die Forderung willkürlich. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau sieht das anders. «Es gibt diverse Indizien, mit denen die Vorinstanz und die Staatsanwaltschaft zum Schluss kommen, dass die Tatbegehung diesen beiden Personen zuzuordnen ist.»

Wie das Obergericht entscheidet, ist aktuell noch nicht klar. In den nächsten Tagen will das Gericht das Urteil bekannt geben.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 14. November 2023 21:45
aktualisiert: 14. November 2023 21:45