Enttäuschung bei Eric Faille und Stanislav Horansky (Olten).
Foto: Marc Schumacher
6:4

Der EHC Olten wird von den Baslern mit einer Niederlage nach Hause geschickt

Dem EHC Olten ist der Wiederauftakt nach der Minipause missglückt: Beim EHC Basel setzte es in einer spannenden und bisweilen hektischen Partie eine 4:6-Niederlage.

Sowohl Basel wie auch Olten haben vor der Nati-Pause mit starken Leistungen überzeugt. Man durfte also gespannt sein auf das Auftreten der beiden Teams nach dem einwöchigen Meisterschaftsunterbruch.

Olten zeigte sich im ersten Drittel in Spiellaune, schaffte es trotz der optischen Überlegenheit aber nicht, klare Torchancen zu kreieren. Der EHCO wirkte im Angriff etwas kompliziert, auf der anderen Seite machte Basel in der Defensive einen sattelfesten Eindruck.

Dass Basel mit einer Führung in die erste Pause gehen konnte, lag an einem sehr offensiv geführten Shift der 1. Oltner Linie und einem Puckverlust in der Angriffszone. Den Konter über Dario Kummer schloss der ehemalige Oltner Verteidiger Jens Nater mit der Führung für das Heimteam ab.

Eine feurige zweite Partie

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kam es für die Powermäuse noch schlechter: Jakob Stukel reagierte nach einer ungenauen Angriffsauslösung der Oltner schnell und lancierte Sandro Brügger ideal - 2:0. Olten reagierte aber postwendend und kam nur 11 Sekunden nach dem zweiten Gegentor zum Anschluss: Jeremy Jabola Prada vollendete nach schöner Vorarbeit von Andri Spiller.

Nach dieser Doublette war nun Pfeffer in der Partie. Eine Schlägerei vor Basels Tor, weitere Strafen, diverse Chancen auf beiden Seiten und viele Emotionen - der zweite Abschnitt bot vorzügliche Unterhaltung. Und als Highlight einen Oltner Shorthander: François Beauchemin entwischte nach einem schönen Pass von Simon Sterchi und liess Andri Henauer keine Chance.

Trotzdem musste der EHCO auch die zweite Pause mit einem Rückstand antreten: Nater erzielte mit einem verdeckt abgegebenen Schuss drei Minuten nach Oltens Ausgleich seinen zweiten Treffer an diesem Abend.

In letzter Sekunde verloren

Im Schlussdrittel kühlten sich die Emotionen zwar wieder etwas ab, die Partie blieb aber auf hohem Niveau intensiv. Und Olten kam tatsächlich noch einmal zum Ausgleich: Spiller traf sechs Minuten vor Schluss im Powerplay zum 3:3. Die Oltner Freude währte allerdings nur kurz: In einem der nächsten Shifts bettelte der EHCO förmlich um das 3:4, für das mit Alain Bircher schliesslich ebenfalls ein ehemaliger Oltner verantwortlich zeichnete.

In der Schlussminute fielen drei weitere Treffer: Erst machte Vincenzo Küng mit einem Empty Netter vorzeitig alles klar. Acht Sekunden vor Schluss brachte Gianluca Burger mit seinem ersten Saisontor eine kleine Hoffnung zurück in die Oltner Reihen, die Küng mit einem zweiten Treffer ins leere Tor aber umgehend wieder zunichtemachte.

Für den EHCO geht es mit einer äusserst intensiven Woche weiter: Den Auftakt macht ein Auswärtsspiel in Winterthur am Dienstag. Am Mittwoch folgt der Cup-Viertelfinal im Kleinholz gegen den HC Thurgau, am Freitag ein weiteres Heimspiel gegen den EHC Visp.

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(Stefan Felder)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 11. November 2023 20:10
aktualisiert: 11. November 2023 20:10